Meldung vom 5. September 2018

Design der Kieler Woche 2019: Spritzig wie ein Wassertropfen

Kieler Woche 2019
22. bis 30. Juni

 
Jury lobt selbstbewusste Typografie und klare Formen –
Ausstellung in der „Seeburg“ zeigt alle Designideen für 2019


Spritzende blaue Wassertropfen und eine markante Typografie in magenta: So verspielt und frisch präsentiert sich die Kieler Woche 2019 (22. bis 30. Juni). Im traditionellen Designwettbewerb zur Segel- und Festwoche setzte sich der Entwurf des Berliner Designers Daniel Wiesmann durch. Für die Jury wurde der Titel „Kieler Woche“ schon lange nicht mehr „derart selbstbewusst als eigenständige grafische Form im Plakat in Szene gesetzt“.

Das Siegerdesign zeichnet sich laut Juryurteil „durch ein komplexes, dynamisches Zusammenspiel von grafisch klarer Form und avancierter Typografie aus“. Besonders der ungewöhnliche, gelungene Umbruch des Titels Kieler Woche 2019 mache in seiner humorvollen Fokussierung auf die wichtigsten Bestandteile neugierig und ziehe den Betrachter in seinen Bann.

Die Jury lobt zudem die ausdrucksstarke Gesamtwirkung und das typografische Spiel des Motivs: „Das illustrative Element des Wassertropfens erlaubt eine hohe Variationsbreite innerhalb der sehr unterschiedlichen Anwendungen und assoziiert gleichermaßen Segelsport und Wasserspaß.“

Der Siegerentwurf wurde in der deutschen Hauptstadt entwickelt: Der 1978 in Ludwigsburg geborene Daniel Wiesmann betriebt seit dem Jahr 2010 ein eigenes Grafikbüro in Berlin. Nach seinem Kommunikationsdesign-Studium bei Niklaus Troxler an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart arbeitete er als Praktikant in den Studios von Tamotsu Yagi (San Francisco) und Peter Buchanan-Smith (New York).

Nach seinem Abschluss 2007 arbeitete Wiesmann zunächst drei Jahre im Berliner Grafikbüro Cyan, bevor er sich selbstständig machte. Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Konzeption und Gestaltung von Büchern, Ausstellungskatalogen und Plakaten sowie die Entwicklung visueller Auftritte. Viele seiner Projekte wurden bereits international ausgezeichnet.


Der Wettbewerb

Seit 1948 macht die Kieler Woche in einem jährlich wechselnden individuellen Design auf sich aufmerksam. Das Motiv schmückt Kaffeebecher, Schlüsselbänder und andere Werbeartikel – und kommt während der Segel- und Festwoche auf Plakaten und Flaggen ganz groß raus. Wer die Chance erhält, ein eigenes Kieler-Woche-Design zu entwickeln, entscheidet eine Jury. Seit 1959 werden die ausgewählten Designerinnen und Designer aus dem In- und Ausland zu dem renommierten Wettbewerb eingeladen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs sind Gäste der Kieler Woche und sammeln an der Förde Eindrücke, die sie anschließend in ihre Entwürfe für das Folgejahr einfließen lassen. Erstmals wurde das Plakat der Kieler Woche 1960 durch einen solchen Einladungswettbewerb ermittelt. Zur Kieler Woche 2019 wurde zum 60. Mal ein Wettbewerb ausgeschrieben. Seit 1974 muss das Plakat in ein stimmiges Corporate Design eingebunden sein.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs für das Design der Kieler Woche 2018 waren: Daniel Wiesmann (Berlin), Jenny Brouard/Designstudio dear robinson (München), Hansje van Halem (Amsterdam), Ingo Offermanns (Hamburg) und Monika Starowicz (Kattowitz). Sie reichten insgesamt sechs Entwürfe ein.


Die Jury

In der Jury saßen vier Fachjuroren, vier Sachjuroren und erstmals eine neunte Jurorin aus der Kieler Bevölkerung.

Die Fachgutachter waren Andrew Goldstein vom Karlsruher Designteam 2xGoldstein (ständige Gutachter mit einer Stimme), die Berliner Designerin Ariane Spanier (erstmals als ständige Gutachterin dabei), Vorjahressiegerin Verena Panholzer sowie Philipp Dornberger (Leiter Kieler-Woche-Büro).

Ihnen saßen als Sachgutachter zur Seite: Hauke Petersen als Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Kieler Woche, Sven Christensen als Geschäftsführer der Point of Sailing Marketing GmbH, Dr. Carsten Krage als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Kieler Woche Marketing GmbH und Universitätspräsident Prof. Lutz Kipp, Vorsitzender des Kultur- und Wissenschaftssenats der Landeshauptstadt Kiel.

Verstärkt wurde die Jury zudem von Emma-Louisa Döhler vom Jungen Rat der Landeshauptstadt Kiel. Im Februar hatte der Hauptausschuss beschlossen, in diesem Jahr erstmals ein neuntes Jurymitglied aus der Kieler Bevölkerung zur Jurysitzung einzuladen, um stetig neue Impulse zu setzen und den überregional und international ausgerichteten Designwettbewerb regional besser zu verankern. Das neunte Jurymitglied soll künftig jährlich wechseln.


Die Ausstellung

Eine weitere Premiere: Erstmals lädt das Kieler-Woche-Büro alle Interessierten dazu ein, hinter die Kulissen des Plakatwettbewerbes zu blicken. Von Freitag, 7. September, bis Sonntag, 9. September, sind die für 2019 eingereichten Entwürfe in einer öffentlichen Ausstellung in der „Seeburg“, Düsternbrooker Weg 2, zu sehen. Täglich von 11 bis 19 Uhr können sich die Besucherinnen und Besucher dann selbst in die Lage der Jury versetzen und ihr persönliches Lieblingsdesign küren.

Alle Plakat-Entwürfe des Design-Wettbewerbs zur Kieler Woche 2019 – und früherer Wettbewerbe – sind auch im Internet sehen.
 

Pressemeldung 696/5. September 2018/ari


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