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Kieler Woche  19. - 27. Juni 2010
Pressemeldung

Stadtgalerie Kiel zeigt große Ausstellung zur aktuellen polnischen Kunst

10.06.2010
0390/10. Juni 2010/ang
 
Mit der Ausstellung „Die kleine Improvisation. Polnische Kunst heute" (12. Juni bis 29. August 2010) gibt die Stadtgalerie Kiel Einblicke in die vitale polnische Kunstszene. Es ist die größte Ausstellung polnischer Gegenwartskunst in Deutschland seit dem Jahr 2000.
 
„Es war schon lange mein Wunsch, junge polnische Kunst in der Stadtgalerie Kiel zu zeigen", unterstreicht Galeriedirektor Wolfgang Zeigerer. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen. Die Ausstellung wirSlawomir Elsner: Ohne Titel 62 (2005)d vom Generalkonsulat der Republik Polen in Hamburg und im Rahmen von Ars Baltica vom Ministerium für Bildung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein unterstützt. Sie begleitet nicht nur die Kieler Woche 2010 und das Schleswig-Holstein Musik Festival 2010 mit seinem Ländeschwerpunkt Polen, sondern auch die Feiern zum 25-jährigen Bestehen der deutsch-polnischen Städtepartnerschaft zwischen Kiel und Gdynia. Mit Agnieszka Brzeżańska und Julita Wójcik sind zwei Künstlerinnen aus Kiels Partnerstadt in der Ausstellung vertreten.
 
Zur Ausstellungseröffnung am Freitag, 11. Juni, um 19 Uhr sprechen Kiels Kulturdezernent Gert Meyer, die Vizekonsulin Agnieszka Ozubko vom Generalkonsulat der Republik Polen in Hamburg, Susanne Bieler-Seelhoff vom Ministerium für Bildung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, Ausstellungskuratorin Dorothee Bienert und Stadtgaleriedirektor Wolfgang Zeigerer.
 
In der Kieler Woche vom 19. bis 27. Juni ist die Stadtgalerie Kiel im Neuen Rathaus, Andreas-Gayk-Straße 31, täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Jeweils um 12 Uhr starten Kurzführungen durch die Ausstellung - außer am 24. Juni, denn immer donnerstags um 17 Uhr beginnen die langen Ausstellungsführungen.
 
 
 
„Polnische Kunst heute" - Einblicke in eine vitale Kunstszene
 
Polen ist - obwohl direkter Nachbar Deutschlands und seit 2005 in der EU - für viele ein unbekanntes oder durch Klischees charakterisiertes Land. Die polnische Geschichte kennzeichnet der Wechsel von Scheitern und Neubeginn: von Kriegen und Teilungen des Landes, von Unterdrückung und Aufständen. In solchen und anderen außergewöhnlichen Situationen haben viele Polen die Fähigkeit, nicht aufzugeben, sondern sich - im festen Glauben an die Möglichkeit einer Lösung - unkonventionell zu helfen zu wissen. In der polnischen Nationaldichtung spiegelt sich diese Haltung in der „Großen Improvisation" (1832) von Adam Mickiewicz, dem visionären Monolog eines Dichters, der die gesellschaftlichen Missstände und das Leiden der Menschen im Anschluss an den gescheiterten Novemberaufstand von 1830 beklagt und das Land eigenständig retten will.
 
Die für die Stadtgalerie Kiel von Dorothee Bienert (Berlin) kuratierte Ausstellung „Die kleine Improvisation - Polnische Kunst heute" gibt Einblicke in die vitale polnische Kunstszene, deren Vertreter flexibel auf gesellschaftliche Veränderungen, Krisen und Ängste reagieren, dabei aber auf jeglichen missionarischen Eifer verzichten. Ihre gesellschaftskritischen Bestandsaufnahmen und künstlerischen Visionen sind vielmehr geprägt von Humor und dem Sinn für das Absurde.
 
Die Künstler der Ausstellung reflektieren die Auswirkungen des politischen Umbruchs der 1990er Jahre auf die polnische Gesellschaft, aktivieren ihre Erinnerungen an die Kindheit und Jugend im Sozialismus, hinterfragen die Bedeutung von Architektur für das tägliche Leben oder beschäftigen sich humorvoll mit der Kluft zwischen hohem Anspruch und improvisierter Realität. Dabei spielen nicht nur persönliche Geschichten eine wesentliche Rolle, sondern in den unterschiedlichsten Medien werden gleichfalls kritische Blicke auf Politik und Gesellschaft gerichtet.
 
Beteiligte Künstlerinnen und Künstler: Agnieszka Brzeżańska, Sławomir Elsner, Kasia Fudakowski, Alicja Karska/Aleksandra Went, Szymon Kobylarz, Tomasz Kowalski, Katarzyna Kozyra, Jacek Niegoda, Konrad Pustoła, Łukasz Skąpski, Adam Witkowski, Julita Wójcik.
 
Die Ausstellung wird vom Generalkonsulat der Republik Polen in Hamburg und im Rahmen von Ars Baltica vom Ministerium für Bildung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein unterstützt.
 
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog zum Preis von 12 Euro.
 
 
 
Landeshauptstadt Kiel
 
Stadtgalerie Kiel
 
Neues Rathaus, Andreas-Gayk-Straße 31, 24103 Kiel
 
Telefon 0431/901-3411 Fax 0431/901-63475
 
E-Mail: stadtgalerie@kiel.de
 
www.kiel.de/kultur/stadtgalerie und www.stadtgalerie-kiel.de
 
Öffnungszeiten: Dienstag 10-17 Uhr, Mittwoch 10-17 Uhr, Donnerstag 10-19 Uhr, Freitag 10-17 Uhr, Sonnabend 11-17 Uhr, Sonntag 11-17 Uhr
 
In der Kieler Woche 2010 (19. bis 27. Juni):
 
Öffnungszeiten täglich 10-18 Uhr, Kurzführungen täglich (außer Donnerstag, 24. Juni) um 12 Uhr.
 
Eintritt 3 Euro, ermäßigt 1 Euro
 
Öffentliche Führungen: donnerstags 17 Uhr.
 
Gruppenführungen nach Vereinbarung unter Telefon (0431) 901-3411.
 
Führungen für Schulklassen nach Vereinbarung unter Telefon (0431) 901-3409.
 
 
 
 
 
Die kleine Improvisation
 
Polnische Kunst heute
 
12. Juni bis 29. August 2010
 
 
 
Eröffnung am 11. Juni, 19 Uhr
 
Es sprechen: Kiels Kulturdezernent Gert Meyer, die Vizekonsulin Agnieszka Ozubko vom Generalkonsulat der Republik Polen in Hamburg, Susanne Bieler-Seelhoff vom Ministerium für Bildung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, Ausstellungskuratorin Dorothee Bienert und Stadtgaleriedirektor Wolfgang Zeigerer.
 
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