Die Kieler Woche beschreitet auch im 130. Jahr einmal mehr innovative Wege. Vom 16. bis 24. Juni wird Kiel zeigen, was 2016 vor Rio de Janeiro (Brasilien) olympisch gesegelt wird. "2012 in Kiel erleben, was Rio 2016 bietet“, so das Motto.
"Wir möchten auch weiterhin Vorreiter sein und den modernen Segelsport von Kiel aus in die Welt tragen, also agieren statt reagieren“, so der Leiter des Kieler-Woche-Regattaausschusses, Sven Christensen, am Montag, 23. Januar, beim traditionellen Kiel-Treff auf der boot Düsseldorf, die noch bis zum 29. Januar ihre Tore geöffnet hat. Mit dieser gemeinsamen Präsentation der Veranstalter und der Kieler-Woche-Partner beginnt die Kieler Woche seit Jahren symbolisch in Düsseldorf.
Vor rund 250 Gästen aus Sport, Wirtschaft und Politik, darunter der Präsident des Deutschen Segler-Verbandes (DSV), Rolf Bähr, der Vorsitzende des Vereins Sailing Team Germany, Abdul R. Adib, der dreifache Goldmedaillen- und zweifache America’s Cup-Sieger Jochen Schümann, sowie zahlreiche Welt- und Europameister, demonstrierten die Verantwortlichen der Kieler Woche, dass die weltgrößte Segelveranstaltung weiter auf Idealkurs liegt.

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Der Abschluss des ISAF Sailing World Cups, der erste gemeinsame Auftritt der neuen olympischen Segeldisziplinen und der letzte große Auftritt der deutschen Olympiahoffnungen vor den Olympischen Spielen vor Weymouth (Großbritannien; 27. Juli bis 12. August) sind die sportlichen Höhepunkte. "Kiel kann damit rechnen, dass die deutschen Seglerinnen und Segler, die bei den Olympischen Spielen Deutschland vertreten, auch in Kiel am Start sind“, so die Sportdirektorin des Deutschen Segler-Verbandes (DSV), Nadine Stegenwalner.
Grotelüschen bei Olympischen Spielen dabei
Einer, der auf jeden Fall dabei sein will, ist Simon Grotelüschen. Der 25-jährige Lübecker, der sich bei der WM in Perth (Australien) als Vierter den Medaillenplatz für die Olympischen Spiele aufgehoben hat, nutzt die Kieler Woche als letzten großen Test. "Die WM vor Boltenhagen und die Kieler Woche sind die letzten Regatten vor den Spielen“, so Grotelüschen, der sich als Kieler-Woche-Sieger 2011 besonders gern an das Vorjahr erinnert. "Kiel hat mit der Medialisierung Maßstäbe gesetzt. So schöne emotionale Bilder habe ich vom olympischen Segelsport noch nicht gesehen. Schon gar nicht mit mir“, so Grotelüschen. Wer es gesehen hat, wird diesen unvergleichlich spannenden Zweikampf mit seinem Konkurrenten um das eine Olympiaticket im Laser, Philipp Buhl (22/Sonthofen), nicht vergessen. Zu diesem Aufeinandertreffen kommt es in diesem Jahr wieder. Denn Buhl, der schon seine Kampagne für die Spiele 2016 in Rio plant, ist auf dem Weg nach Weymouth der Sparringspartner von Deutschlands Laserhoffnung Simon Grotelüschen.

Simon Grotelüschen
Medialisierung wird 2012 weiter ausgebaut
Dabei ist es das Ziel, den Segelsport den Zuschauern nahe zu bringen. So hatte die Kieler Woche bereits im Vorjahr neue Formen der Medialisierung des Segelsports präsentiert, zusammen mit Audi und SAP das Segeln an Land geholt und den Zuschauern nachvollziehbar und emotionalisiert dargeboten. Vom ISAF-Präsidenten Göran Petersson (Schweden) über den deutschen Olympiateilnehmer im Laser, Simon Grotelüschen, bis zum Präsidenten des Deutschen Segler-Verbandes, Rolf Bähr, reicht die Liste derer, die von dieser Präsentation via TV, Internet und Großleinwänden schwärmten. "Frei nach unserem Motto ‚von Kiel in die Welt’ wird es das Ziel sein, auf die gelungene Medialisierung von 2011 aufzubauen“, so Christensen.
"Mit progressiver Kameratechnik, GPS-Live-Tracking in 3D und einem eigenen Live-Studio in Schilksee bringen wir die Wettkämpfe erneut ganz nahe zu den Fans“, versprach dazu Clemens Lee, Leiter Messen, Veranstaltungen und Sportvermarktung der AUDI AG. Im 130. Jahr der Kieler Woche wolle Audi noch attraktiver auftreten und seinen Partnern, Gästen und Kunden ein noch intensiveres Markenerlebnis vermitteln, so Lee.

Gläsernes Studio Interview im Studio 3D Tracking
Kieler Woche - die größte Segelveranstaltung der Welt
Mit dem ganz normalen Andrang von 5000 Sportlerinnen und Sportlern stößt Kiel Jahr für Jahr in unerreichte Segelsport-Dimensionen vor. Über drei Millionen Besucher, 10.000 Masten auf der Kieler Förde, 5000 Regattateilnehmer mit 1800 Booten, rund 400 Starts, über 50 Nationen, 45 Klassen/Disziplinen auf zehn Bahnen: Das sind die Eckdaten einer neuntägigen Kieler Woche, die sich im 130. Jahr bei aller Tradition schon fast futuristisch zeigt und einen Hauch von Rio an die Ostsee holt.
"2012 in Kiel erleben, was Rio 2016 bietet“ - unter diesem Motto sollen zur Kieler Woche die neuen olympischen Disziplinen ihren Platz finden. Vom Katamaransegeln (nur für 2012 aus dem Programm genommen) über das Frauenskiff (folgt dem Frauen Match Race/einmalig olympisch 2012) bis hin zur Surfdisziplin (gegebenenfalls Kiten) soll in Kiel alles geboten werden, was vor Rio de Janeiro (Brasilien) 2016 olympisch gesegelt wird. Die Zukunft beginnt eben in Kiel.