Sie hat es wieder geschafft: Auch im 128. Jahr ihres Bestehens hat die Kieler Woche rund drei Millionen Menschen aus mehr als 70 Nationen begeistert. Weltmeisterliches Wetter krönte den Abschlusstag der zehntägigen Erfolgsmischung aus Sommerfest, Segelsport, Kultur und Politik. „Die Kieler Woche ist sommerlich entspannt, sie ist reif, rund und bunt“, lobten Stadtpräsidentin Cathy Kietzer und Stadträtin Ute Berg, die seit wenigen Wochen die Verantwortung für die Veranstaltung trägt.









„Das Wichtigste sind nicht die Rekorde“, stellten beide zum Abschluss klar. „Was zählt, ist die Begeisterung der Menschen aus nah und fern. Die Kieler Woche vereint die Generationen und die Nationen.“ Die Menschen in der Stadt erlebten, dass sie Teil von etwas ganz Großem sind. „Die Kieler Woche gibt den Rahmen mit Veranstaltungen und Orten: Die Menschen machen etwas daraus.“
Auch die Polizei zog eine erfreuliche Bilanz. Die Anzahl der Körperverletzungen nahm um zehn Prozent ab. Ebenso die Zahl der Raubstraftaten, die um rund 50 Prozent sank.
Während die Fußballer in Südafrika bei der Weltmeisterschaft in der Kälte bibbern, erlebten die Besucherinnen und Besucher der Kieler Woche – bis auf die ersten beiden Tage – ein Sommermärchen in punkto Wetter und Spaß. 553 Journalistinnen und Journalisten aus elf Nationen berichteten in alle Welt.
Zu den absoluten Höhepunkten zählte auch in diesem Jahr die Spiellinie auf der Krusenkoppel: Glückliche Kinder und zufriedene Eltern sorgten dafür, dass in der Düsternbrooker Hügellandschaft der „Zauberer von Oz“ seine Wirkung entfaltete und näherten sich dabei der magischen Grenzen von einer halben Million Besucherinnen und Besuchern. In entspannter Atmosphäre entstand aus 20.000 laufenden Metern Holzbalken, 5000 Spax-Schrauben und einer Dreivierteltonne Nägeln das Schloss des Zauberers.

Zu den fast 2000 Veranstaltungen der Kieler Woche gehörten wieder 300 Konzerte auf 16 Bühnen und 30 Kleinkünstler mit etwa 230 Auftritten. Das Hoftheater bewies auch bei seiner fünften Auflage, dass es abseits der großen und manchmal lauten Bühnen ein Programm gibt, das Menschen in seinen Bann zieht. „Die Kieler Woche ist Kultur pur. In diesen zehn Tagen entfaltet diese Stadt mit ihren Gästen eine unerhörte schöpferische Kraft“, so Cathy Kietzer und Ute Berg. Angesichts dieser Vielfalt bewährte sich erneut das Kieler-Woche-Angebot im Internet. Allein im Juni wurden hier 4,5 Millionen Seitenzugriffe gezählt, im ganzen Jahr waren es bisher 7,6 Millionen. Stadträtin Ute Berg: „Das sind eine Million Zugriffe mehr als im Vorjahr. Unser neuer Veranstaltungskalender von miadi hat sich bewährt.“ Auch das kostenlose Veranstaltungs-App für iPhones übertraf alle Erwartungen: 6000 Mal wurde die Software heruntergeladen.

„Diese Kieler Woche ist eine tolle Belohnung für all die, die seit Monaten darauf hingearbeitet haben“, sagte Stadtpräsidentin Cathy Kietzer, „sie ist Ansporn und Verpflichtung für die Zukunft.“ Ganz gleich, ob es um die Verleihung des Weltwirtschaftlichen Preises oder ein Stadtteilfest geht – die Kieler Woche funktioniert, weil sich so viele Menschen und Institutionen engagieren. „Unser Dank gilt den vielen Helferinnen und Helfern von Polizei, ABK, Feuerwehr, Rettungsdiensten und all den anderen, die nie auf einer großen Bühne stehen. Ohne sie gäbe es diese Kieler Woche einfach nicht.“
Ein besonderer Dank gelte auch den großen und kleinen Partnern der Kieler Woche, allen voran den Premiumpartnern Veolia, Audi und HSH Nordbank. „Dass diese drei weltweit erfolgreich operierenden Unternehmen uns auch in wirtschaftlichen herausfordernden Zeiten ihr Vertrauen geschenkt haben, macht uns stolz. Nach der Kieler Woche werden wir unsere Erfahrungen auswerten. Doch wir glauben fest daran, dass die Zusammenarbeit ein Glücksfall für alle Beteiligten ist und eine Fortsetzung findet“, so Kietzer und Berg abschließend. Damit auch die Kieler Woche 2011 wieder ein Fest von der Landeshauptstadt Kiel für die Stadt, die Region und das ganze Land wird.