Kieler Woche
17. - 25. Juni 2017

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Weltwirtschaftlicher Preis für vier Vordenker

Altbundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler, der italienische Modemacher Brunello Cucinelli, die indische Bankerin Arundhati Bhattacharya und der schwedische Ökonom Prof. Assar Lindbeck sind die Träger des Weltwirtschaftlichen Preises 2017. Die renommierte Auszeichnung wird auch in diesem Jahr während der Kieler Woche verliehen. 

Renommierte Auszeichnung: Der Weltwirtschaftliche Preis wird an Ökonomen, Politiker und Unternehmer verliehen Renommierte Auszeichnung: Der Weltwirtschaftliche
Preis wird an Ökonomen, Politiker und Unternehmer
verliehen

Die Namen gaben Prof. Dennis J. Snower, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer und Konsul Klaus-Hinrich Vater, Vizepräsident der IHK Schleswig-Holstein und Präsident der IHK zu Kiel, jetzt gemeinsam bekannt. Zur Verleihung am ersten Kieler-Woche-Sonntag werden alle vier Preisträger persönlich in Kiel erwartet.

Der dann zum 13. Mal vergebene Preis soll einen Anstoß geben, die großen weltwirtschaftlichen Herausforderungen grenzüberschreitend zu bewältigen. Die Auszeichnung wird in den Kategorien Politik, Wirtschaft und Wissenschaft verliehen.

„Unsere diesjährigen Preisträger haben die sozial Schwachen und Benachteiligten in den Fokus ihres Wirkens genommen. Sie stehen damit für ein zentrales Anliegen des Instituts für Weltwirtschaft und für die Kernidee des Weltwirtschaftlichen Preises. Nämlich den Menschen und sein soziales Wohlergehen in den Mittelpunkt wirtschaftlichen Handelns zu stellen“, sagte Dennis Snower zur Jurybegründung.

Chancengleichheit für alle

Preisträger Assar Lindbeck (Foto Fredrik Eriksson) Preisträger Assar Lindbeck

Assar Lindbeck lobte er als Forscher, der mit seiner Arbeit den Verlierern des Strukturwandels und der Globalisierung den Weg zurück zur Teilhabe am gesellschaftlichen Wohlstand ebnen wolle.

„Freier Wettbewerb war für ihn stets die Möglichkeit, verkrustete Strukturen zu durchbrechen und Chancengleichheit für alle herzustellen. Seine Insider-Outsider-Theorie erklärt, wie zu wenig Wettbewerb am Arbeitsmarkt die Rückkehr von Arbeitslosen in das Berufsleben verhindert“, so Snower.

Einsatz für Freiheit und Frieden

Preisträger Horst Köhler (Foto Bundespräsidialamt) Preisträger Horst Köhler

„Horst Köhler hat sich nicht nur als Bundespräsident, sondern auch als Wirtschaftsfachmann, IWF-Direktor und UN-Berater stets für Freiheit, Demokratie und Frieden eingesetzt“, sagte Ulf Kämpfer.

„Seine Bemühungen um die Armutsbekämpfung in Afrika und sein Streiten für die Erarbeitung neuer globaler Entwicklungsziele sind vorbildlich. Besonders freue ich mich, dass der Weltwirtschaftliche Preis damit in diesem Jahr an einen ehemaligen Kieler geht.“

Jobs und Familie im Einklang

Preisträgerin Arundhati Bhattacharya (Foto Biswarum Ganguly, CCBY3.0) Preisträgerin Arundhati
Bhattacharya

„Beiden Preisträgern der Kategorie Wirtschaft gilt meine größte Anerkennung für ihre unternehmerische Leistung und meine persönliche Hochachtung für ihr Engagement darüber hinaus“, so Klaus-Hinrich Vater. „Arundhati Bhattacharya hat sich in einer weitgehend männlich dominierten Branche durchgesetzt und dies in einem stark männlich dominierten Land. Sie hat der State Bank of India (SBI) ein neues Gesicht gegeben“, sagte Vater.

„Darüber hinaus hat sie das Unternehmen nicht nur gänzlich neu ausgerichtet, sondern aus ihren persönlichen Erfahrungen heraus für alle Mitarbeiterinnen der SBI über eine Sabbatical-Regelung die Möglichkeit geschaffen, ihren Job besser mit den Herausforderungen in der Familie in Einklang zu bringen. Dies ist vielleicht ihre noch beeindruckendere Leistung.“ 

Perspektiven für Menschen vor Ort

Preisträger Brunello Cucinelli (Foto Brunello Cucinelli, S.p.A.) Preisträger Brunello Cucinelli

„Brunello Cucinelli hat sein Unternehmen von Grund auf selbst aufgebaut. Dabei ging es ihm von Beginn an um mehr als nur den unternehmerischen Erfolg.

Er wollte und will den Menschen in seiner Region eine neue, dauerhafte Perspektive geben und das Gefühl, gebraucht zu werden“, so Vater.

„Er entspricht damit im besten Sinne unserer Vorstellung eines Ehrbaren Kaufmanns.“


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