Meldung vom 22. Juni 2021

Kieler Woche startet Foodsharing-Pilotprojekt

Die Kieler-Woche-Regatten setzen auf Inklusion

Die Landeshauptstadt Kiel hat sich auf den Weg gemacht, Zero.Waste.City. zu werden. Auch die Kieler Woche hat sich das Thema Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben. In diesem Jahr (4. bis 12. September) startet ein neues Pilotprojekt zum Thema Foodsharing, das einen der Punkte des Zero-Waste-Konzeptes der Landeshauptstadt aufgreift. Dieses sieht vor, dass spätestens zum Jahr 2023 bei allen Events und Veranstaltungen in Kiel Foodsharing-Angebote umgesetzt werden müssen.

Die Kieler Woche möchte hier eine Vorbildrolle einnehmen. Daher hat sich das Kieler-Woche-Büro mit dem Verein Foodsharing Kiel e. V. zusammengetan, um dieses Vorhaben bereits in diesem Jahr zu erproben. Auf Seiten der Veranstalter*innen werden voraussichtlich die Junge Bühne, der Internationale Markt, das Hoftheater und der Muddi Markt an dem Pilotprojekt teilnehmen. Die Organisator*innen werden die Lebensmittel und Getränke, die am Ende des Veranstaltungstages übriggeblieben sind und nicht weiterverwendet werden könnten, an die Foodsaver*innen des Vereins übergeben. Das betrifft auch die Caterings für Künstler*innen und Crew. Die „Lebensmittelretter*innen“ verteilen das gerettete Essen dann an Abnehmer*innen in Kiel weiter, sodass Verschwendung vermieden wird.
 

Inklusive 2.4mR-Klasse geht wieder an den Start

Die Kieler Woche setzt nicht nur auf Nachhaltigkeit, sondern auch auf Inklusion – zum Beispiel beim Segeln. „Es gibt kaum einen Sport, der so viele Möglichkeit der Inklusion bietet, wie das Segeln“, betont der Organisationsleiter der Kieler-Woche-Regatten, Dirk Ramhorst.  

Das Präsidium des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) hat allerdings entschieden, dass Segeln auch 2024 kein Teil der Paralympischen Spiele in Paris sein wird. Die gesamte Segelwelt zeigte sich enttäuscht – so auch die Organisator*innen der Segelveranstaltungen in Kiel, die im Gegensatz zum IPC auch weiterhin auf Inklusion im Segelsport setzen. „Die 2.4mR-Klasse bleibt ein fester Bestandteil der Kieler Woche“, macht Ramhorst deutlich. 2002 wurden die paralympischen Klassen erstmalig in die Kieler Woche aufgenommen, seit 2008 wird die Klasse 2.4mR offen ausgeschrieben.

Für dieses Jahr haben sich bereits 24 Aktive aus fünf Nationen gemeldet. Neben Heiko Kröger – zweimaliger paralympischer Medaillengewinner – sind auch namhafte nicht-behinderte Segler*innen in Kiel dabei, zum Beispiel Kalle Dehler, der ansonsten eher auf Dickschiffen regattiert. Doch das 4,18 Meter lange Kielboot begeistert auch viele Neueinsteiger*innen wie den fast 40-maligen Deutschen Meister in fünf Bootsklassen Frank Schönfeld.

In kaum einem anderen Boot gibt es eine solche Chancengleichheit wie in diesem idealen Inklusionsboot, das nach der einmaligen Pandemiepause 2020 wieder in Kiel ausgeschrieben ist. Keine Frage: Der Weltseglerverband, die Landeshauptstadt Kiel und die Veranstalter*innen der Regatten ziehen auch in Zukunft an einem Strang für die perfekte Inklusion.

Pressemeldung 380/22. Juni 2021/hel-ari


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