Starke deutsche Halbzeitbilanz

Zahlreiche einheimische Podiumsplätze bei trickreichen Windbedingungen

Julia Büsselberg aus Berlin hat am Freitag (10. September) bei der Kieler Woche ihren dritten Podiumsplatz in der olympischen ILCA-6-Klasse hinter der Polin Agata Barwinska und Hannah Snellgrove aus Großbritannien verteidigt. Auch beim 29er Euro Cup behaupteten die dänischen Brüder Jens-Christof und Jens-Philip Dehn-Toftehøj die Gesamtführung nun vor Anton und Johann Sach aus Zarnekau. Zur Halbzeit des zweiten Regattateils Spitzenreiter blieben außerdem Carsten Kemmling (Hamburg) in der J/70 und Ole Schweckendiek (Kiel) in der für Männer internationalen ILCA 6. Fabian Damm übernahm Platz eins der J/24 von Stefan Karsunke (beide Hamburg). Für die neuen olympischen iQ-Foiler reichte die zeitweise stark drehende Brise nicht. Sebastian Kördel und Theresa Steinlein (beide NRV Hamburg) blieben tatenlos vorn.

Gut lachen hatte Agata Barwinska bereits zum Auftakt. Am Freitag verteidigte sie ihre Führung in der olympischen ILCA-6-Klasse. Foto: Sascha Klahn

Kieler Woche-Wetterprofi Meeno Schrader hatte es vorhergesagt, dass die Segelbedingungen mit dem Abschied des sommersonnigen Hochdruckgebiets nicht einfacher würden. Das zeitweise Tröpfeln störte jedoch keine Aktiven. Die stark schwankende Brise war es, die viel Geduld und manchen Startversuch extra forderte. Die olympischen ILCA-6-Frauen kamen am Tagesende auf zwei Wettfahrten, von denen die letzte ein einheimisches Glanzlicht war. Julia Büsselberg holte sich nach Rang vier zuvor den Tagessieg und kletterte damit zurück aufs Podium. Der erste war an die Engländerin Snellgrove gegangen, die dadurch zwei Punkte voraus liegt. Die Polin Barwinska büßte ihre makellose Souveränität vom Vortag ein, sicherte sich aber nach einem Ausrutscher (15.) durch einen vierten Rang weiterhin das Gelbe Trikot.


Überlegen vorne, aber eine Frühstartdisqualifikation im Gepäck haben die dänischen Brüder Jens-Christof und Jens-Philip Dehn-Toftehøj. Foto: Sascha Klahn

International besetzt mit schwarz-rot-gold dabei bleibt auch das Treppchen im 29er Euro Cup. Ganz oben weht weiter der Dannebrog vom Dehn-Toftehøj-Duo. Nach ihrem vierten Tagessieg in Folge dominieren sie die Konkurrenz in der gelben Gruppe zur Qualifikation für die Goldflotte eindrucksvoll und haben mit vier Zählern eine „weiße Weste“ in der Tabelle. Ob sie übermütig waren oder unvorsichtig, wollte das Brüderpaar nicht bewerten, aber „wir ärgern uns selbst genug über die Disqualifikation“, so die Crew unisono. Bei schwarzer Flagge waren sie im fünften Rennen zu früh über der Startlinie. Bisher ist das jedoch ihr Streichresultat.

„Wir bleiben auf dem Teppich und konzentrieren uns weiter auf jede einzelne Wettfahrt, bei der wir immer noch viel dazulernen“, meinte Steuermann Anton Sach nach einem erneut bärenstarken Tag. Nach einem sechsten Platz, den er mit seinem älteren Bruder Johann an der Vorschot streichen kann, landeten die Youngster (13 und 16) einen Zweiten und eroberten mit neun Zählern auch den zweiten Gesamtplatz. Für Robbert Huisman und Frank Boer aus den Niederlanden bedeutet das für Sonnabend Laibchentausch. Sie übergeben die blauen an die Sachs und übernehmen bei erneuter Punktgleichheit die pinken. Zweitbeste Deutsche sind Carl Krause und Max Georgi als Fünfte hinter den Schweden Malcolm Bjorsson und Johan Bengtson.


Im perfekten Leichtwindtrimm segelten Carl Krause und Max Georgi (Rostock) auf den fünften Platz. Foto: Sascha Klahn


Weiterhin dominiert Carsten Kemmling mit seiner Crew das Feld der J/70. Nachdem das erfahrene Segelteam am ersten Tag nach einem Patzer im Mittelfeld durch technische Probleme bereits zwei Start-Ziel-Siege verbuchte, legte sie im einzigen Rennen des Tages mit einem weiteren ersten Platz nach und behalten mit fünf Punkten Vorsprung die überlegene Führung. Punktgleich liegen die Steuermänner Julian Ramm mit der „Voice of Itzehoe“ und Claas Lehmann auf der J/70 „Helga“ und ihre Mannschaften auf den Rängen zwei und drei. Bis das eine gewertete Rennen zustande kam, dauerte es. Von drei wurden zwei unterwegs abgebrochen. „Trotzdem sind wir zufrieden mit dem Tag und happy mit unserer Leistung“, sagte Carsten Kemmling.


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