Meldung vom 12. September 2021

Positiver Blick zurück – und volle Kraft voraus auf eine einzigartige Kieler Woche 2022

Mit der spektakulären AIDA-Abschlussinszenierung über der Förde endet am Sonntag, 12. September, die Kieler Woche 2021. Wie schon im Vorjahr ist Kiels einzigartiges Segel- und Sommerfestival dabei coronabedingt neue Wege gegangen. Im Mittelpunkt standen in den vergangenen Tagen unter anderem maritime Höhepunkte und besondere Kulturerlebnisse für Klein und Groß.

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer zieht eine positive Bilanz der Segel- und Festivalwoche: „Es war eine tolle Kieler Woche – im Rahmen dessen, was möglich war. Was wir uns vorgenommen haben, ist aufgegangen.“ Das Kieler-Woche-Büro und alle Partner*innen hätten aber wieder einmal gezeigt, dass sie kreativ und unglaublich schnell auf neue Gegebenheiten reagieren können. „Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Bei vielen Veranstaltungen und vor allem in Schilksee kam echte Kieler-Woche-Stimmung auf“, erklärt Kämpfer.

Dieses Gefühl wollen die Organisator*innen jetzt mit in die Planung für 2022 nehmen. „Dann wird nicht nur die Kieler Woche 140 Jahre alt, es steht auch das 50. Jubiläum der Olympischen Spiele 1972 an. Wir haben also mindestens doppelten Grund, richtig groß zu feiern – und das hoffentlich auch wieder mit Millionen Gästen aus aller Welt“, so Kämpfer.


Kieler-Woche-Stimmung und besondere Höhepunkte für alle

Wieder mehr Gemeinschaft und mehr echtes Kieler-Woche-Flair – das konnten Besucher*innen in den vergangenen Tagen im kleinen, aber feinen Veranstaltungsareal in Schilksee erleben. Bis einschließlich Sonntag wurden dort rund 80.000 Gäste gezählt. Diese nutzten bei größtenteils bestem Wetter das vielfältige Angebot an Ständen und Gastronomie.

Ein ausgesprochen positives Fazit der Segelwettbewerbe zieht der Organisationsleiter der Kieler Woche-Regatten, Dirk Ramhorst: „Wir hatten großen Zuspruch im Nachwuchsbereich, einen Starboot-Weltmeister 2021 aus Deutschland und innovative wie inklusive Klassen am Start.“

Trotz ausgeprägter Flauten im ersten Teil bei hochsommerlichen Bedingungen wurde ein Großteil der geplanten Wettfahrten absolviert. „Die Aktiven und die zahlreichen Gäste haben sich in Schilksee wohlgefühlt“, erklärt der Regattachef. Darüber hinaus habe Fürst Albert II. von Monaco nicht nur den Olympiahafen besucht, sondern den Kieler Yacht-Club mit einer Gedenktafel beehrt.

Fast 3.000 Segler*innen aus 23 Nationen kamen mit mehr als 900 Jollen und Kielbooten, seegehenden Yachten und „fliegenden“ Surfbrettern zu 21 Wettbewerben der Kieler Woche. „Die Beteiligung war angesichts des in den September verschobenen Termins gut“, so Ramhorst, der 2022 neben den internationalen Bootsklassen wieder alle olympischen Disziplinen ausschreiben will.

Im Blickpunkt standen dieses Jahr schon die iQ-Foiler, die das Windsurfen nach neun Jahren Abstinenz zur Kieler Woche zurückbrachten und 2024 in Paris das erste Mal bei Olympia dabei sein werden. Ein sehbehindertes und ein gehörloses Team bei den J/70 versetzten Segelfreaks wie Sehleute gleichermaßen ins Staunen.

Für die Marine betont Flottillenadmiral Christian Bock, Kommandeur der Einsatzflottille 1: „Wir haben gemeinsam einen großen Schritt aus der Pandemie gewagt und so ein Zeichen auf dem Weg in die Normalität gesetzt.“

Unter Einhaltung der 3G-Regel war der Marinestützpunkt Kiel Gastgeber für zahlreiche Veranstaltungen. So haben während des Open Ships knapp 2.000 Besucher*innen die Möglichkeit wahrgenommen, den Stützpunkt und die Schiffe zu besichtigen. Zudem gab es Regattabegleitfahrten für die Held*innen der Pandemie, das Konzert des Marinemusikkorps sowie die 132. Marinekutterregatta.

„Für das nächste Jahr möchten wir – in gewohnt hervorragender Zusammenarbeit mit der Stadt Kiel – wieder aktiv dazu beitragen, den ursprünglichen Gedanken der Kieler Woche als maritimes Fest mit neuen Ansätzen und Attraktionen weiterzuentwickeln und unseren Gästen multinationale Begegnungen mit Besatzungen von Schiffen aus aller Welt bieten“, so Flottillenadmiral Bock.

Rund 30.000 Zuschauer*innen verfolgten am Sonnabend, 11. September, die traditionelle Windjammer-Segelparade für alle, die erstmals auch per Webcam in alle Welt übertragen wurde.


Kultur für Klein und Groß

Nach einem Jahr Pause konnte endlich die Konzertreihe „gewaltig leise“ wieder stattfinden. Fast alle Konzerte auf der Krusenkoppel waren ausverkauft, auf der Bühne begeisterten unter anderem Anna Depenbusch, Götz Alsmann, Klaus Lage und die Thalbachs das Publikum. Nachmittags gehörte die Freilichtbühne dann den Kleinen: Kinder konnten sich dort täglich bei Mitmachkonzerten austoben.

Nach der Premiere im Vorjahr ging das weltweit erste Segelkino in seine zweite Saison. In Kooperation mit den Stadtwerken Kiel wurden täglich Filme auf das Küstenkraftwerk projiziert. Die Filmauswahl übernahm das CINEMARE Meeresfilmfestival. Die Ankerplätze waren fast an jedem Abend ausgebucht.


Royaler Glanz und hochkarätige Preise

Für den royalen Glanzpunkt der Kieler Woche sorgte der Besuch von Monacos Fürst Albert II., der unter anderem das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel besuchte. Schon sein Ururgroßvater Albert I. war ein häufiger Kieler-Woche-Gast.

Auch renommierte Preise wurden während der Kieler Woche 2021 verliehen. Dr. Göran Persson, Prof. Dr. Michael Otto und Prof. Xuemei Bai wurden mit dem Weltwirtschaftlichen Preis geehrt. Der Kieler Wissenschaftspreis wurde an die Medizinerin Prof. Dr. Daniela Berg (CAU Kiel) verliehen. Mit dem Innovationspreis der Landeshauptstadt Kiel wurde Prof. Dr. Sabah Badri-Höher, Physikerin und Ingenieurin mit dem Schwerpunkt Elektro- und Informationstechnik (Fachhochschule Kiel), ausgezeichnet.


Klein, aber fein: Mehr als 100 Veranstaltungen

Orchester-Besuche in Alten- und Pflegeheimen, Klinikclowns im täglichen Einsatz, jede Menge Sport: Mehr als 100 Veranstaltungen sorgten für ein kleines, aber feines Kieler-Woche-Programm. Die Junge Bühne enterte für einen Abend den Jugendpark Gaarden. Besonders gut besucht waren die verschiedenen Stadtteilfeste. Und pünktlich zum Kieler-Woche-Abschluss starten zwei andere abwechslungsreiche Veranstaltungen: Die 1. Kieler Klimawoche (11. bis 17. September) und die Digitale Woche Kiel (12. bis 19. September) übernehmen jetzt das Ruder – in diesem September kommt in Kiel keine Langeweile auf.

Die einzigartige Kieler Woche 2022 wird vom 18. bis 26. Juni 2022 stattfinden.
 

Pressemeldung 618/12. September 2021/ari


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