Senatspreis: Mittelstrecke mit nautischem Anspruch

Der Senatspreis gehört bei den Offshore-Regatten der Kieler Woche (2018 vom 16. bis 24. Juni) zu den traditionellen Seebahn-Wettfahrten. Doch auch Traditionen kann man durch Modifizierungen beleben. So auch die Mittelstrecke, die am Donnerstag, den 21. Juni, ausgesegelt wird.

Beim Senatspreis der Freien und Hansestadt Hamburg, der um feste Seezeichen gesegelt wird, werden die Tonnen mit Wegepunkt-Nummern versehen. Erst am Abend vor dem Start wird die Wahl der Tonnen, die anzusteuern sind, bekanntgegeben. Die Auswahl trifft die Wettfahrtleitung nach Wind und Wetter. „Wir möchten erreichen, dass die Aktiven mehrere Möglichkeiten haben, die Tonnen zu runden“, so Wettfahrtleiter Ralf Paulsen. Es gibt keinen festen Kurs, sondern freie Wahl und freie Reihenfolge der Tonnenrundung. Die Teilnehmer müssen sich somit mit der Wettervorhersage, den unterschiedlichen Bootsgeschwindigkeiten auf verschiedenen Kursen und anderen navigatorischen Herausforderungen auseinandersetzen, um die jeweiligen Tonnen in der optimalen Reihenfolge anzusteuern.

„Wir haben viele Optionen geprüft, wie wir nachvollziehen können, dass die Starter die Tonnen gerundet haben, ohne dass wir an allen Tonnen vor Ort kontrollieren müssen“, so Eckart Reinke, zuständig für die Offshore-Regatten der Kieler Woche. Die Lösung: ein „Selfie“ mit der Tonne. Dieses Foto wird via WhatsApp-Gruppe an den Ergebnisdienst und die Konkurrenz geschickt. „So entsteht eine Interaktion mit der Konkurrenz, die verfolgen kann, wer wie weit ist“, ergänzt Paulsen. Auch wenn eventuelle Funklöcher stören und nicht alle Tonnenrundungen in Echtzeit mitgeteilt werden können, müssen die Tonnenfotos vorhanden sein und können gegebenenfalls von der Wettfahrtleitung angefordert werden. Der Start soll am Morgen in der Strander Bucht erfolgen, Ziel ist am Leuchtturm Kiel.

Gemeinsam mit den Vertretern der Regatta-Vereinigung Seesegeln hatte Eckart Reinke beim deutschen Seesegelauftakt, der Maior in Kiel-Schilksee, über Möglichkeiten gesprochen, wie die Mittelstrecke belebt werden kann und wie nautischen Aufgaben als neue Herausforderung eingebaut werden können.

Die “X-Day” mit Skipper Max Gurgel gewann den Senatspreis 2017. Foto: www.segel-bilder.de

 

Kieler-Woche-App für die Teilnehmer

Wann und auf welcher Bahn erfolgt der Start für meine Klasse? Wie sind die Wetterprognosen für den heutigen Wettfahrttag? Wie sind die Ergebnisse in meiner Klasse? Liegt ein Protest gegen mein Boot oder in meiner Klasse vor? Wie sieht das Rahmenprogramm in Kiel-Schilksee für den heutigen Abend aus? Diese Fragen vor dem ersten Start und nach der Rückkehr an Land beschäftigen die Aktiven. Schnelle Antworten finden sie bei dieser Kieler Woche erstmals dank der Kieler-Woche-App.

„Wir möchten die App zum verlässlichen Begleiter der Segler machen. Wir liefern verbindliche Information zu Veranstaltungen, Programmen, Flaggensignalen sowie Protestverhandlungen, etc. – und das Ganze personifiziert für den Segler“, erklärt der Organisationsleiter der Kieler-Woche-Regatten, Dirk Ramhorst, die Neuentwicklung, die dank der Partnerschaft mit Accenture den Weg zum Schwarzen Brett oder zum Flaggenmast ersetzen soll. Die App ist eine Smartphone-optimierte Internetseite, so dass der Link einzugeben oder über den QR-Code zu laden ist.

Geplant sind weitere Informationen für die Wettfahrtleitung und die Presse. Zudem sollen Kontaktaufnahme und Feedback möglich gemacht werden. Ob allerdings auch diese Features schon in diesem Jahr laufen, ist noch nicht sicher. „Wir arbeiten auf Hochtouren und sind auch auf Feedback dazu angewiesen, was noch gewünscht wird“, so Regattasekretär Felix Weidling. Die URL lautet: https://kiwo.app


 


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