Aufwärmen in hitzigen Duellen

Über 60 Segler aus sieben Nationen streiten sich in diesem Jahr um den Kieler-Woche-Titel in der OK-Jolle. Und vor dem Weltranglisten-Ersten aus Dänemark, Bo Petersen, und dessen Landsmann Mads Bendix sowie zwei Schweden und dem dreimaligen Kieler-Woche-Sieger Greg Wilcox aus Neuseeland liegt Jan Kurfeld vor dem Abschlusstag in Front. Der 30-jährige Wismarer gehörte zu den deutschen Kader-Seglern im Finn und hatte olympische Ambitionen. Doch im Vorjahr stieg Kurfeld in die OK-Jolle und war sofort begeistert. Und mit dem Blick auf die Weltmeisterschaft im eigenen Land auf seinem Hausrevier war die Entscheidung gefallen. 2018 steht die OK-Jolle in der Rangliste für Kurfeld vor dem olympischen Finn.

So ist die Kieler Woche für ihn auch ein wichtiger Vergleich kurz vor den Weltmeisterschaften in Warnemünde, die am 9. Juli starten. „Es ist ein perfektes Warm-up hier, eine super Vorbereitung.“ Daher schaut er auch genau auf die starken Dänen, die momentan hinter ihm auf den weiteren Medaillenrängen liegen (Bo Petersen auf zwei und Mads Bendix auf drei). „Das Feld ist sehr gut besetzt vor allem durch Bo Petersen. Immerhin ist er ist auf Weltranglistenplatz 1.“


60 OK-Jollen aus sieben Nationen wetteifern um den Kieler-Woche-Titel 2018.
Foto: www.segel-bilder.de / Kieler Woche

Für Warnemünde erwarte er so einige Hochkaräter im OK-Feld. Die größte Gruppe werden wohl die deutschen Booten stellen, aber die starke Konkurrenz komme vor allem auch aus Skandinavien, Australien und Neuseeland. „Das wird eine heiße Kiste und ein hohes Niveau. Auf jeden Fall will ich um die Medaillen mitsegeln“, erklärt Kurfeld in Kiel.
Letztendlich werde auch die Tagesform entscheiden. Er selbst hoffe auf stärkeren Wind. Leichte Winde seien nicht so sein Favorit. Doch um zu gewinnen, bedürfe es Allrounder-Qualitäten.

Bis zur Weltmeisterschaft ist noch ein bisschen Zeit. Das Paket aus neuem Mast und neuen Segeln passt. Nach der Kieler Woche will Jan Kurfeld dann weiter an den tiefen Kursen direkt vor Warnemünde feilen.

Gänzlich habe er den Finn-Dinghy noch nicht aufgegeben, aber: „nicht mehr so, wie es mal war.“ Seine Konzentration liegt jetzt auf der anderen Einhand-Bootsklasse. „Ich habe die OK-Jolle im letzten Jahr zur EM mal ausprobiert. Es ist ein schönes Boot und hat für viele etwas zu bieten.“ Und so blieb er bei der Bootsklasse hängen. „Es ist die Mitte aus Laser und Finn. Und hat von beidem was.“

Auch technisch habe sich einiges getan – sowohl bei den Masten als auch bei den Segeln. Und der Zusammenhalt der Klasse sei ganz anders als in den olympischen. „Wir hatten bereits zwei Mal Barbecue und heute ist erst der dritte Tag“, scherzte Jan Kurfeld. Auch das Anlegebier stehe für die, die wollen, bereit.

„Zurzeit boomt es tatsächlich in der Klasse.“ Und das Altersspektrum sei groß, es fehle weder an Nachwuchs noch an älteren Semestern. „Es ist eine leistungssportlich orientierte Klasse.“ Mitentscheidend sei auch der Bootspreis. Etwa die Hälfte kostet die OK-Jolle im Vergleich zum Finn-Dinghy. „Das macht was aus, so ist es für viele erschwinglicher, und das ist schön.“ In Kiel setzt Kurfeld den Spaß in Erfolg um und führt vor dem Abschlusstag.

Für den heutigen Dienstag sind in allen Klassen drei Wettfahrten angesetzt. Für die 29er vier Wettfahrten. Der erste Start erfolgt um 11 Uhr, die Siegerehrung soll um 16 Uhr in der Audi Sailing Arena stattfinden.

Auch die Dickschiffe gehen ab 11 Uhr dreimal ins Rennen. Am Abend werden um 19.30 Uhr die WM der Klasse Laser Radial Männer und die Eurosaf Para Sailing European Championship feierlich eröffnet.
 


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