125. Kieler Woche, vom 22. bis 30. Juni 2019 Olympische Spitzenkämpfe und Ocean Racer

America’s Cup-Glanz im 49er: Peter Burling mit Blair Tuke am Start - Zusammenarbeit mit World Sailing – Einsatz für die Inklusion

 
Die Kieler Woche setzt zum 125. Jubiläum (22. bis 30. Juni) mit einem Drei-Säulen-Programm auf noch mehr Internationalität und erwartet über 4000 Aktive aus über 50 Nationen.

Dabei mischt die 125. Kieler Woche in ihrem 138. Jahr perfekt traditionelle und neue Elemente. Von den Klassikern bis zu den olympischen foilenden Nacra 17, von der ClubSwan 50 bis zum Laser 4.7, von der neuen olympischen Disziplin „Double Hand Offshore Mixed“ bis zum Auftritt der Youth Sailing Champions League und von der OK-EM bis zu den Ocean Racern: Geboten wird auch in diesem Jahr wieder die ganze Bandbreite des Segelsports, gepaart mit reichlich gesellschaftlichen und kulturellen Höhepunkten. „Auch zu ihrem 125. Jubiläum fühlt sich die Kieler Woche jugendlich an. Über all die Jahre haben wir mit neuen Themen und Innovationen dazu beitragen, die Kieler Woche jung und damit ihre Relevanz im weltweiten Reigen der Segelveranstaltungen zu erhalten. Auch im Jubiläumsjahr setzt sich dies so fort“, blickt der Organisationsleiter der Kieler-Woche-Regatten, Dirk Ramhorst, der Jubiläumsveranstaltung entgegen.

Gemeinsam mit DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner, der 49er-Crew Justus Schmidt/ Max Boehme, ORC-Skipper Kai Mares und dem Vorsitzenden des Kieler Yacht-Clubs, Carsten Krage, stellte Ramhorst das Programm am Montag, 17. Juni, im Kaisersaal des Kieler Yacht-Clubs vor. 
 



Justus Schmidt/Max Boehme (Kiel) konzentrieren sich komplett auf ihre Olympia-Kampagne.
Foto. Sascha Klahn



 

Werben für den Segelsport

„Unsere strategische internationale Ausrichtung fußt auf drei Säulen und dabei auf enge Zusammenarbeit mit dem Weltseglerverband“, erklärt Ramhorst. Erstmals wird mit dem Marselisborg Yacht-Club/Sailing Århus ein dänischer Verein in das Organisationsteam der Kieler Woche aufgenommen.

Zusätzlich wurde mit dem Weltseglerverband vereinbart, Aktive aus sogenannten „Emerging Nations“, aus aufstrebenden Schwellenländern, zur Kieler Woche einzuladen. World Sailing übernimmt die Flugkosten, Kiel sorgt für die Charterboote, Meldegelder und Unterkünfte. Mit Mariel Nikolova aus Bulgarien und Deisy Nhaquile (Mozambique) wurden in diesem Jahr zwei Seglerinnen eingeladen. Die beiden Laser Radial Seglerinnen werden die gesamten neun Wettkampftage an den Start gehen. Im ersten Teil bis Dienstag starten Nicolova und Nhaquile in der offen Serie, danach, vom Mittwoch bis Sonntag, im olympischen Part in der Laser Radial Klasse.

„Ziel ist es, die Aktiven der aufstrebenden Nationen zu unterstützen. Es geht um Hilfestellung, nicht um die komplette Finanzierung“, so Nadine Stegenwalner, in deren Aufgabengebiet als Vizepräsidentin von World Sailing die Stärkung des weltweiten Segelsports gehört. Dabei müssen die Athletinnen und Athleten vom Nationalen Verband vorgeschlagen werden. „Wir möchten dabei helfen, dass sich die Talente in den kontinentalen Ausscheidungen durchsetzen und eventuell an den Olympischen Spielen teilnehmen können. Eine Wild Card gibt es natürlich nicht“, so Stegenwalner. Gefördert werden Seglerinnen der Klasse Laser Radial und auf dem Surfboard R:SX. Damit wird man auch der zweiten Forderung des Internationalen Olympischen Komitees gerecht, die Frauenquote zu erhöhen. „Und zudem gibt es in den Klassen die größten Starterfelder bei den Spielen, so dass die Chancen, dass sich die Geförderten qualifizieren, größer sind“, erklärt Stegenwalner. Bereits für Perth, Santander und im Vorjahr Århus gab es dieses Programm für die Worlds. In diesem Jahr stieg Kiel mit ins Boot. Betreut werden die beiden Sportlerinnen in Kiel von Rob Holden, dem Schulungsmanager des Weltverbandes.

Dritter Ansatz der weiteren Internationalisierung ist die Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem europäischen Verband EUROSAF im Bereich Jury und Wettfahrtleitung. „Wir werden in diesem Jahr das Austauschprogramm verstärkt fortsetzen und mehr Jurymitglieder sowie mehr Wettfahrtleiter zur Kieler Woche einladen“, so Dirk Ramhorst.


Die internationale Zusammenarbeit wird durch die Fülle der Segelveranstaltungen immer wichtiger „In der Tat beobachten wir schon seit Jahren, dass es nicht nur zunehmend mehr Veranstaltungen gibt, sondern diese auch terminlich auf Kollisionskurs mit unserem Zeitraum der Kieler Woche gehen. In enger Zusammenarbeit mit World Sailing und dem Deutschen Segler Verband wirken wir aber derzeit darauf ein, dass es wieder einen verbindlichen Kalender gibt, der klassische Events wie die Kieler Woche vor angrenzenden oder überlappenden Terminen schützt“, erklärt Ramhorst die Bedeutung des internationalen Netzwerkes.

Um die Relevanz zu stärken, würden im Rahmen der Kieler Woche schon seit Jahren zusätzliche Events wie Europa oder Weltmeisterschaften ausgerichtet und neue Formate wie die Champions League aufgenommen, ergänzt der Kieler-Woche-Chef.


Spannung im 49er

Im 49er ist aus einem Zweikampf wie 2016 für das deutsche Olympiaticket längst ein Dreikampf geworden. Zu den Bronzemedaillengewinnern von 2016 und aktuellen Weltcupsiegern von Miami, Erik Heil/Thomas Plößel, und Justus Schmidt/Max Boehme (Kiel/Europameister 2015) gesellen sich Tim Fischer/Fabian Graf (NRV). Die Hamburger sicherten sich mit Bronze bei den Weltmeisterschaften vor Århus (Dänemark) den deutschen Nationenplatz, einen Platz vor Heil/Plößel. In Kiel fehlen Heil/Plößel, weil sich Erik Heil um sein Physikum kümmern muss. Die beiden anderen Crews, die gerade bei der EM die Plätze fünf und 10 belegten, treffen unter anderem auf die Vorjahressieger Jonas Warrer/Jacob Jensen. Die Dänen segelten in Kiel 2018 erst ihre dritte Regatta zusammen. Warren, Olympiasieger von 2008, hat sich inzwischen mit dem 20-jährigen Schotten eingespielt. Auch die Vorjahresdritten in Kiel und aktuellen EM-Sechsten, Lukasz Przybytek/Pawel Kolodzinski (Polen), haben gemeldet. Heiße Kandidaten auf den Sieg in Kiel sind die aktuellen Weltmeister Sime und Mihovil Fantela (Kroatien), die den WM-Titel bei den Worlds vor Århus gewannen.

Wie wichtig jeder Tag auf dem Wasser vor der olympischen Ausscheidung ist, unterstreicht die Entscheidung von Justus Schmidt und Max Boehme. Die beiden bekennenden Foiler-Fans wollten eigentlich im ersten Teil mit der Motte fliegen und dann im zweiten Teil im 49er siegen. Doch dann fiel die Entscheidung gegen die Motte. Stattdessen trainieren sie mir ihren internationalen Sparringspartnern auf der Kieler Förde und nutzen die Kieler Woche auch als Regatta-Härtetest. Ihr Kieler-Woche-Sieg im 49er liegt vier Jahre zurück.

„Mit der Motte während der Kieler Woche an den Start zu gehen, wäre ein riesiger Spaß und auch eine große sportliche Herausforderung gewesen. Wir hätten neun Tage am Stück an einer Regatta teilgenommen, das gab es für uns noch nie. Leider wird daraus nichts, weil wir in der Zwischenzeit eine Trainings-Vereinbarung mit den Spaniern Botin/Mara und den Engländern Peters/Sterritt eingegangen sind. Beide Teams kommen zu uns nach Kiel, um den gesamten Juni bis zum Start der Kieler Woche mit uns zu trainieren. Dem gerecht zu werden, hat im Zuge der Olympiakampagne aktuell einfach Priorität“, so Schmidt. Diego Botin/Lopez Marra und James Peters/Fynn Steritt gehören zu den insgesamt 89 Konkurrenten aus 28 Nationen, die mit Schmidt/Boehme um den Kieler-Woche-Sieg kämpfen. Bei der EM Mitte Mai belegten die Engländer Platz zwei und die Spanier Platz drei in der reinen europäischen Wertung und lagen damit vor der deutschen Konkurrenz. Beim Kampf um das Olympiaticket sind die Spanier in ihrem Land favorisiert, Peters/Sterritt haben mit den amtierenden Europameistern Dylan Fletcher/Stuart Bithell (nur Peter Burling/Blair Tuke/Neuseeland waren schneller) extrem starke nationale Konkurrenz.

„Die Kieler Woche ist für uns immer eine besondere Veranstaltung und ganz sicher nicht nur Training. Viele Top-Teams werden auch dieses Jahr wieder kommen und uns die Chance geben, gegen sie vor unserer Haustür zu segeln. Das ist großartig. Und wir haben schöne Erinnerungen an unseren ersten und bisher auch einzigen Kieler Woche Sieg im 49er in 2015. Wir geben alles, um das zu wiederholen“, unterstreichen Schmidt und Boehme die Bedeutung der Kieler Woche. Zunächst ginge es darum, große Regatten gegen starke Konkurrenz zu segeln und gut abzuschneiden. „Die Olympiaqualifikation hat noch viel Zeit. Die entsprechenden Regatten sind die beiden WMs in Auckland (NZL) und Geelong (AUS) im Dezember diesen Jahres bzw. Februar 2020 sowie die Princess Sofia Regatta im April 2020“, erklärt der Steuermann,
Doch bei allem olympischen Einsatz im Skiff, die Liebe zum Foilen bleibt. „Wenn die Kieler Woche uns auch in den nächsten Jahren die Chance gibt, mit der Motte an den Start zu gehen, sagen wir garantiert nicht nochmal nein“, bedauert Boehme die diesjährige Absage an die Motte. Die Teilnahme an den Olympischen Spielen kurze Zeit später könnte aber wohl doch dazwischen kommen.
 

Immer für Siege gut: Die "IMMAC Fram" mit Skipper Kai Mares. Foto: www.segel-bilder.de


 

America’s Cup-Glanz im 49er

Wo sie auftauchen, sind sie die Favoriten: Peter Burling und Blair Tuke. Die Neuseeländer sind im 49er eine Klasse für sich. Bei den Olympischen Spielen in London gewinnen sie Silber, vier Jahre später Gold in Rio und dazwischen von 2013 bis 2016 alle vier WM-Titel sowie 27 Regatten in Serie. Sie waren in dieser Zeit die Unschlagbaren. Burling war zudem Fahnenträger der neuseeländischen Nationalmannschaft in Rio 2016 und Segler des Jahres 2015 und 2017. Burling gewinnt als jüngster Skipper aller Zeiten 2017 mit dem Emirates Team New Zealand den America’s Cup. Es folgt die Teilnahme am Ocean Race und mit Brunel der dritte Rang. Mehr geht nicht. Die Erfolgsliste des 27-jährigen Ausnahmeseglers ist nahezu endlos. Bereits mit 15 trägt sich Burling in die WM-Titelträgerliste im 420er ein. Natürlich als jüngster Weltmeister aller Zeiten. Es folgen weitere WM-Erfolge und Medaillen im 420er, in der Motte, beim Youth America’s Cup … 2016 nahmen Burling/Tuke im 49er an den Kieler-Woche-Regatten teil – und gewannen. Der Favorit für 2019 steht wohl fest.
 

Erst 49FX dann auf See?

Im 49erFX treffen Victoria Jurczok/Anika Lorenz, die sich beim Weltcup vor Genua ihr Ticket für den Start bei den olympischen Testregatten in Enoshima (Japan) sicherten, auf Tina Lutz/Susann Beucke, die das Kieler Revier lieben. 2017 gewannen Lutz/Beucke vor Kiel den EM-Titel, 2013 und 2016 die Kieler Woche. Im Vorjahr reichte es zu Silber. Kieler-Woche-Gold fehlt noch in der Bilanz der Olympia-Neunten von Rio, Jurczok/Lorenz. Bei der EM im Mai landeten Lutz/Beucke (12.) vor Jurczok/Lorenz (18.).

Mit Blick auf die Olympischen Spiele in Japan steht der Kampf um das eine deutsche Ticket im 49FX natürlich ganz oben auf der Agenda von Tina Lutz/Susann Beucke. Doch Beucke blickt darüber hinaus auch Richtung Hochsee. Die 49er FX-Europameisterin von 2017 liebäugelt mit dem Offshoresegeln. „Ich habe vor einem Jahr bei einer Atlantiküberquerung  festgestellt, dass ich extrem gern Offshore segle“, so Beucke. Unlängst überführte die 27-Jährige an Bord von Boris Herrmann die foilende Immoca „Malizia II“ nach Frankreich, und zusammen mit Jochen Denkena nahm sie Anfang Juni auf einer Sun Fast 3200 an der 500 sm langen Baltic 500 teil. Dass Mixed Double Hand Offshore 2024 olympisch werde, sei für sie perfekt, so Beucke gegenüber den Kieler Nachrichten. Eine Olympiakampagne im Offshore-Bereich nach der 49er-Karriere liegt auf der Hand.

Bei den Lasern fehlen in diesem Jahr einige der ganz großen Namen in Kiel. Zu dicht liegen die EM in Portugal, das World-Cup-Finale in Marseille und vor allem die WM ab dem 2. Juli in Japan, Teil der deutschen Ausscheidung für das eine Olympiaticket. 75 Teilnehmer aus über 20 Nationen haben sich dennoch für Kiel entschieden. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Finns, bei denen es im Mai in Griechenland um die Olympiatickets ging. Nur noch ein Platz ist danach für die europäischen Aktiven für die Spiele frei. Nach Kiel kommen 27 Finns, darunter die besten Deutschen, Max Kohlhoff und Philipp Kasüske. Die 470er Männer und Frauen mussten wegen der zu geringen Meldezahl abgesagt werden.


Werben für die Inklusion

Unverändert eng ist die Zusammenarbeit der Kieler Woche mit der einst paralympischen Bootsklasse 2.4mR. Bereits 2002 wurde die Klasse erstmalig in die Kieler Woche aufgenommen, seit 2008 wird sie offen ausgeschrieben. International schlug die Integration der Para World Sailing Championships in die Kieler Woche 2017 hohe Wellen, und es hagelte viel Lob aus der internationalen Segelwelt. „Es ist eines unserer größten Ziele, dass Segeln wieder dabei ist. Es gibt keine Sportart, die dermaßen für Inklusion geeignet ist“, so Kim Andersen, Präsident des Weltseglerverbandes, mit Blick auf die Paralympischen Spiele. Das starke Signal aus Kiel in Richtung IPC könne nicht überhört worden sein, so der höchste Repräsentant des Segelsports: „Vielen Dank an Deutschland, vielen Dank an Kiel. Wir brauchen eine inklusive Gesellschaft mit vollständig barrierefreien Umgebungen, die Menschen mit Beeinträchtigungen befähigen, sportliche Aktivitäten zu betreiben und eine sichere und faire Beteiligung zu erleben.“ All das könne Kiel im barrierefreien Schilksee bieten, erklärte Andersen.

Da passt es ins Kieler-Woche-Bild, dass in diesem Jahr erstmals auch eine „Mixed Inclusion Trophy“ ausgeschrieben wird. Initiiert wurde die Team-Wertung durch Ulli Libor (NRV). Der zweifache Olympiamedaillengewinner (1968 Silber, 1972 Bronze im FD mit Peter Naumann) und jetzige Klassenboss der 2.4mR-Klasse setzt sich mit immer neuen Ideen für die Inklusionsklasse schlechthin ein. „Die 2.4mR ist mehr als ein paralympisches Boot. Die 2.4mR bietet Chancengleichheit für Behinderte und Nicht-Behinderte, für Frauen und Männer“, so Libor, der seit Jahren in dieser Klasse in Kiel antritt. Und Libor kann Boote einschätzen. Der 79-Jährige hat in den Klassen Pirat, OK-Jolle, Tempest, Flying Dutchman, Starboot, Drachen, Viertel-Tonner, Halb-Tonner, Admiral’s Cupper, 12mR, 5,5mR, und jetzt im 2.4mR an internationalen Regatten teilgenommen. Und der ehemalige DSV-Vizepräsident war 1984 (USA) und 1988 (Südkorea) Teamleiter der deutschen Olympia-Segler. Auch in diesem Jahr hat Libor mit seiner „No crew No cry“ gemeldet.

Gesponsert wird der Pokal von der IMMAC group. Ausgeschrieben ist er für ein gemischtes Team, dem eine behinderte Frau, ein behinderter Mann und ein nicht behinderter Mann angehören müssen. Zur Einführung in Kiel wird auch ein Team mit einer behinderten Frau und einem nicht behinderten Mann zugelassen. Dann ist die dritte Position offen. „Zur Zeit haben ein Team aus Großbritannien und drei aus Deutschland gemeldet“, so Libor.


Welcome zum Auftakt

Das Bild zum Auftakt der Kieler Woche ist unverändert. Am Samstag, 22. Juni, trifft sich die Offshore-Segelgemeinschaft vor der Kiellinie. Hier kommt es zum Stelldichein der Big Boats zur Aalregatta, zum Welcome Race und erstmals auch zum Kiel-Cup. Während die nach Yardstick vermessenen Yachten, die ORC-Club-Flotte, Katamarane, Einheitsklassen und die Double Hand Crews Richtung Eckernförde segeln, starten die ORCi vermessenen Yachten zur Mittelstrecke des Kiel-Cups, der mit Ups & Downs von Sonntag bis Dienstag fortgesetzt wird. „Wir haben mit der Regattavereinigung Seesegeln ein neues Format erarbeitet. Ziel ist es, die ORC Int.-Flotte stärker einzubinden“, so Offshore-Wettfahrtleiter Eckart Reinke. Dabei gehört der Kiel-Cup zu einer Viererserie des RVS-Cups. „Wir haben die Mitglieder befragt und sie in die Planungen für 2019 eingebunden“, so RVS-Vorsitzender Bertil Balser. Mit abendlichen Partys in Kiel-Schilksee und der Siegerehrung am Dienstag wird auch der gesellige Rahmen um den Sport aufgewertet.


In der kleineren ORC III-Klasse hat sich zum Saisonstart ein Dreikampf entwickelt – mit der „Immac Fram“ von Steuermann Kai Mares an der Spitze und der „H.E.A.T.“ von Max Augustin dahinter. Doch auch die „OneSpirit“ bringt sich wieder ins Spiel.

Kieler-Woche-Favorit ist der amtierende Vize-Weltmeister und aktuelle Maior-Sieger, die „Immac Fram“ (Italia 9.98) mit Steuermann Kai Mares. Der Dänischenhagener ist auf Kieler-Woche-Siege getrimmt. Nach der Zeit im 505er gelangen Siege in der J24, Bénéteau 25 und dann im Bigboat. „An die zehn Titel müssten es sein“, so Mares. Zuletzt gewann er mit der „Immac Fram“ 2017. „Kiel ist unser Heimrevier, da wollen wir natürlich gewinnen“, erklärt der amtierende Vizeweltmeister. „Hier sind wir zuhause, hier ist unser Revier“, erklärt der Skipper, für den 2019 ein Dreierblock mit einem Spannungsbogen auf dem Programm steht: Kieler Woche, IDM vor Travemünde und dann die EM in der Nähe von Stockholm. Mit einem Sieg zur Kieler Woche könne weiteres Selbstvertrauen für IDM und EM getankt werden, erklärt der vielfache Kieler-Woche-Sieger. Sein Team fing als Nachwuchsteam an, „aber inzwischen sind wir ja auch alle vier Jahre älter geworden und im Durchschnitt wohl Ende der Zwanziger“, so Mares, der sich dabei selbst rausrechnet. Für Kieler-Woche-Siege ist das KYC-Mitglied allemal jung genug. 

Das Silberne Band bildet von Freitag, 28. Juni, auf Samstag, 29. Juni, den Abschluss der Seeregatten. Erstmals wird die Langstreckenregatta auch nach dem Verrechnungssystem Yardstick gestartet. Mit dieser einfachen Verrechnungsformel ist jede Eignerin und jeder Eigner in der Lage, an dieser Regatta teilzunehmen.

 
Ocean-Race-Atmosphäre zum Welcome-Race?

Die neuen Hoffnungen auf eine deutsche Teilnahme am „The Ocean Race“ könnten wieder den Glanz von Ocean-Race-Yachten nach Kiel bringen. Nach der Taufe der Imoca60 des Offshore Team Germany am Vortag der Kieler Woche an der Kiellinie startet die Crew um Skipper Robert Stanjek beim Welcome Race. Im Kielwasser der künftigen Weltumsegler könnten Yachten der Ocean-Race-Vergangenheit ebenfalls von Kiel nach Eckernförde segeln.

Die Macher des künftigen „The Ocean Race“ planen mit zwei VO65-Yachten Promotion-Touren durch Europa – Kiel und Göteborg sollen im Sommer auf dem Tourplan stehen. Zudem hat in Kiel seit diesem Jahr die „CJ Legend“ ihren Liegeplatz eingenommen. Der 72-Füßer segelte 1989 beim damaligen Whitbread Round the World und bietet nun Touren in der Ostsee an. Das Welcome Race ist dabei durchaus im Fokus. Und auch die ehemalige „Illbruck“, die deutsche Siegeryacht vom Rennen 2001/02, segelt weiterhin in der Ostsee. Die Agentur Speedsailing aus Rostock geht damit auf Tour. Der Weg nach Kiel ist ein Katzensprung. Ein Treffen der Ocean Racer aus allen Generationen zum Kieler-Woche-Auftakt scheint möglich. Die „Malizia“ mit Boris Herrmann, die ebenfalls unter deutscher Flagge beim „The Ocean Race“ antreten wird. Sie regattiert zurzeit auf dem Mittelmeer. Gesichert ist der Start von drei Ocean Racern in Kiel zum Abschluss des Startmarathons am Samstag gegen 12 Uhr.


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