Die Kieler Woche setzt Zeichen

Der Mittwoch als voller Wechseltag zwischen den Kieler-Woche-Hälften ohne Wettfahrten und kreative Ideen im Seebereich – die Kieler Woche (5. bis 13. September) setzt Zeichen und hat für 2020 ein Hauptziel: Segelregatten anzubieten. Das Ergebnis: Viele Klassen haben die maximale Meldezahl erreicht, und die Wartelisten füllen sich. Die Segler/innen stimmen mit den Füssen ab und freuen sich auf Kiel. 

Die 29er planen zur Kieler Woche den Eurocup. Foto: Sascha Klahn
Die 29er planen zur kieler Woche den Eurocup. Foto: Sascha Klahn

„Es sind enorme Herausforderungen, denen wir uns stellen, um den Seglerinnen und Seglern auch in diesem Jahr die Möglichkeit zu geben, Regatta zu segeln. Dabei steht die Gesundheit aller Beteiligten ganz klar im Vordergrund, so dass unser Konzept immer wieder angepasst werden muss.

Alle Planungen – zum Beispiel in Hinblick auf Teilnehmerzahlen – sind auf die aktuell bis August geltenden Corona-Beschränkungen abgestimmt. Hygienevorschriften und Mindestabstandsregeln müssten eingehalten werden.  Aber wir werden den Seglerinnen und Seglern die Möglichkeit bieten, im Rahmen der Kieler Woche zu regattieren. Wir haben so viel Zuspruch und spüren, dass viele Segler auf die Kieler Woche setzen“, so Organisationsleiter Dirk Ramhorst.
 
Da die Regatten ohne Zuschauer an Land ausgetragen werden, wird noch mehr Gewicht auf die digitale Öffentlichkeitsarbeit gelegt. „Wir werden die Arbeit in den sozialen Netzwerken ausbauen und die Regatten den Segelfans über Kieler-Woche-TV zugänglich machen“, ergänzt Ramhorst. So soll die Kieler Woche virtuell weltweit erlebbar sein.

Für den TV-Bereich zeichnet sich 2020 die Landeshauptstadt Kiel verantwortlich und wird die Kosten dafür tragen. Damit unterstreicht die Landeshauptstadt ihre Verantwortung für den Segelsport und entlastet die veranstaltenden Vereine finanziell.
 
„Das wird eine andere Kieler Woche als gewohnt. Aber es wird gesegelt“, so der Organisationsleiter. Da die Gesamtzahl der Personen im Eventbereich im Hafenvorfeld in Schilksee auf rund 1000 begrenzt wird, muss das Gelände abgesperrt werden. Die Aktiven sind mit Trainern und Organisatoren unter sich.

Auf Veranstaltungszelte, die Sponsorenmeile und Verkaufsstände wird verzichtet. Das Regattahaus, der boot-Düsseldorf-Club als Check-In-Zelt und die Vaasahalle sind die Eckpfeiler an Land, die ggf. noch um die Bootshalle des KYC in Strande erweitert werden. Auf dem Wasser sind bis zu sechs Bahnen pro Kieler-Woche-Hälfte geplant. Auch wenn die Bahnverteilung und die maximale Meldezahlt grob stehen, sind noch Anpassungen möglich, die sich insbesondere durch eine mögliche Absage der Kielbootklassen aufgrund der bestehenden Verordnung ergeben können.

Schon zu Pfingsten zeichnete sich ab, dass viele Aktive aus aller Welt die Chance nutzen wollen, in Kiel anzutreten. Die olympischen Klassen 49er, 49er FX, Laser Radial, Laser Radial Standard und Nacra 17 sowie die Nachwuchsklassen 29er, 420er, Laser 4.7 und Laser open haben Wartelisten.
 
Um ein überfülltest Hafenvorfeld beim Wechsel der Klassen der Kieler-Woche-Teile 1 und 2 zu verhindern, wird der Mittwoch komplett zum Wechseltag gewandelt. Nach den Regatten am Dienstag, 8. September, bis Mittwoch, 9. September, um 11 Uhr müssen die Klassen/Teilnehmer der ersten Hälfte Schilksee räumen, ab Mittwoch, 9. September, um 12 Uhr dürfen die Teilnehmer der zweiten Hälfte auf das Hafengelände. „Wir gehen davon aus, dass die Aktiven Verständnis für unser Vorgehen haben. Nur so können wir die Einhaltung der Corona-Vorschriften und damit die Regatten garantieren“, so Ramhorst.

Die Tage von Samstag bis Dienstag sind für die Klassen des ersten Teils und die von Donnerstag bis Sonntag für die Klassen des zweiten Teils vorgesehen. „Wir werden daher auch auf die Medal Races in den olympischen Klassen verzichten und allen Startern in der zweiten Hälfte vier volle Segeltage anbieten“, erklärt Ramhorst. Zugang zum Hafenvorfeld, um zu trainieren, wird es für die Starter in der zweiten Hälfte nicht geben können.
 
Ob Seesegeln bei der Kieler Woche 2020 möglich sein wird, entscheidet sich Mitte Juli, da das Bundesland Schleswig-Holstein voraussichtlich Anfang Juli neue Maßnahmen bekannt geben wird. Abgesagt wurden die Fareast 28R, deren WM im August vor Laboe stattfindet, verschoben auf 2021 wurden die VXOne.
 
Noch sei man im Gespräch mit den 470ern, die der DSV gern am Start sehen würde. Auch gibt es Anfragen zu Meisterschaften von den 29ern (Eurocup), Musto Skiff (German Open) und den Lasern (Deutsche Junioren Meisterschaft). „Dazu müssten wir die bisherigen maximalen Meldezahlen in diesen Klassen anpassen. Wir sind mit den Klassen im Gespräch und werden flexibel reagieren“, so der oberste Wettfahrtleiter Fabian Bach.

Um die Meldemodalitäten möglichst einfach zu halten, wird auf eine Nachmeldegebühr verzichtet. Die Early Entry Fee läuft am 1. Juli ab. „Wer segeln möchte, wird sich ohnehin schnell melden. Denn wer zuerst meldet, der ist dabei“, so Dirk Ramhorst. Dabei wird es auch eine Warteliste geben, falls Klassen ausfallen, können andere Felder erweitert werden.
 
„Wir haben die Teilnehmerzahlen nach den Meldungen im Vorjahr errechnet“, so Sven Christensen, Geschäftsführer der Marketingagentur Point of Sailing, wohl wissend, dass ein, zwei Klassen ihr Klassenziel wohl kaum erreichen dürften und sich dann Chancen für die Nachrücker in den übrigen Klassen ergeben. Auch stehen drei weitere Klassen in der Warteschleife. (hel)

Die neue Ausschreibung/Notice of race steht ab sofort im Netz unter: www.manage2sail.de und www.kieler-woche.de


Die VXOne haben Ihre Teilnahme an der Kieler Woche auf 2021 verschoben. Foto: gel


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