Weltwirtschaftlicher Preis

Der Weltwirtschaftliche Preis würdigt Vordenker*innen einer weltoffenen, marktwirtschaftlichen und sozialen Gesellschaft.

Die Träger des Weltwirtschaftlichen Preises 2018 stehen fest. Er geht an Professor Klaus Schwab, Gründer und Präsident des World Economic Forum (WEF), Bas van Abel, Gründer und CEO Fairphone B.V. und an Professor Robert Shiller, Ph.D., US-amerikanischer Ökonom, Nobelpreisträger und Bestsellerautor.

Das Institut für Weltwirtschaft (IfW), die Landeshauptstadt Kiel und die Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein vergeben den Preis mittlerweile zum 14. Mal.

Der Preis soll einen Anstoß geben, die großen weltwirtschaftlichen Herausforderungen grenzüberschreitend zu bewältigen. Er geht jedes Jahr an drei einflussreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Die Verleihung gehört zu den gesellschaftspolitischen Höhepunkten der Kieler Woche. 

Prof. Dennis J. Snower, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Dr. Ulf Kämpfer, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Kiel, und Konsul Klaus-Hinrich Vater, Vizepräsident der IHK Schleswig-Holstein und Präsident der IHK zu Kiel, gaben die Preisträger 2018 bekannt. Zur Verleihung des Weltwirtschaftlichen Preises am Sonntag, 17. Juni, im Haus der Wirtschaft der IHK zu Kiel werden alle Preisträger persönlich erwartet.

 
Verleihung des
Weltwirtschaftlichen Preises 2018

Sonntag, 17. Juni
Haus der Wirtschaft der IHK zu Kiel


Volkswirtschaftslehre in den Grundfesten erschüttert

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Prof. Robert Shiller, Ph.D | Foto: IfW Kiel

Robert Shiller lobte Snower als ökonomischen Pionier, der mit der Vorstellung vom rationalen Investor und von effizienten Märkten, die von alleine in ein Gleichgewicht finden, aufgeräumt habe. „Robert Shiller hat die Volkswirtschaftslehre in ihren Grundfesten erschüttert und verändert und sowohl die Dot-Com-Blase als auch die Immobilienblase korrekt vorhergesehen“, sagte Snower.

Dabei habe Shiller immer zum Ziel gehabt, mit seiner Forschung einen praktischen Nutzen bieten zu können und das Leben der Menschen zu verbessern. Snower: „Als Shiller herausfand, dass viele Menschen aus Unwissen über Strategien zur Risikominimierung nicht in Wertpapiere investieren, bot er kostenlose Online-Kurse dazu an, um mehr Menschen den Zugang zu Wertpapieren zu ermöglichen und die Einkommensungleichheit zu verringern.“

Damit stehe Shiller wie kaum ein anderer für die Freiheit des Denkens und Handelns und die Verantwortung jedes Einzelnen für sich selbst und die Gesellschaft.


Kooperative Lösungen zum gegenseitigen Nutzen

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Prof. Dr. Klaus Schwab | Foto: IfW Kiel

„Klaus Schwab ist ein politischer Stratege ersten Ranges und ein weitsichtiger Visionär“, sagte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer über den diesjährigen Nominierten der Kategorie Politik.

Schwab habe mit seinem Multi-Stakeholder-Ansatz bereits zu Beginn der 1970er Jahre erklärt, dass unternehmerische und politische Initiativen nur dann zum Erfolg führen, wenn alle Parteien, die von einer Maßnahme tangiert sind, in den Entscheidungsprozess eingebunden würden.

„Mit diesem Ansatz hat er einen systematischen Rahmen geschaffen, der dazu beiträgt, globale Probleme zu adressieren und kooperative Lösungen zum gegenseitigen Nutzen aller Beteiligten zu finden“, sagte Kämpfer.

Auf dem Jahrestreffen des von ihm gegründeten World Economic Forum in Davos könne man Schwabs Ideen eindrucksvoll in der Praxis bewundern, wenn immer wieder auch verfeindete Regierungsvertreter miteinander in Dialog träten.



Mutiger Unternehmer und internationales Vorbild

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Preisträger Bas van Abel | Foto: Fairphone

„Zum Unternehmertum gehören Mut und eine Vision. Bas van Abel hat beides“, beschrieb IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater den Nominierten der Kategorie Wirtschaft. „Er will mehr als nur den wirtschaftlichen Erfolg, er will Menschen zum Nachdenken bewegen und die Gesellschaft verändern.“

Dass von einem Produkt eine unglaubliche gesellschaftliche Kraft ausgehen könne, hätten Innovationen wie der Verbrennungsmotor oder das soziale Netzwerk Facebook gezeigt. „Van Abel aber dreht den Spieß um und fragt: Wie will ich die Gesellschaft verändern, und welches Produkt brauche ich dazu“, hob Vater hervor.

„Van Abel schafft den Spagat zwischen einem wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen und seinem Anspruch. Mit dem Fairphone bewirkt er einen bewussteren Umgang bei den Nutzern und verbessert die Produktionsbedingungen für Mobiltelefone. Damit ist er ein internationales Vorbild und eine Inspiration für alle Unternehmerinnen und Unternehmer.“