Kieler Woche
17. - 25. Juni 2017

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Ein neues Design für die Kieler Woche

Die Vorbereitungen für die nächste Kieler Woche haben längst begonnen – auch im grafischen Bereich: Fünf renommierte Designerinnen und Designer aus dem In- und Ausland sind eingeladen, ihren Entwurf für das offizielle Kieler-Woche-Design 2018 einzureichen. 

Doch zunächst einmal reisten die Grafiker persönlich an die Förde: Auf Einladung der Landeshauptstadt konnten sie sich während der diesjährigen Kieler Woche ihren ganz individuellen Eindruck vom größten Sommerfest im Norden und der weltgrößten Segelveranstaltung verschaffen – und das sowohl auf dem Wasser als auch an Land.

Bis zur Jury-Entscheidung am 13. September haben sie nun noch Zeit, ihre Entwürfe für das offizielle Kieler-Woche-Design 2018 zu kreieren. „Wie jedes Jahr freuen wir uns auf innovative, spannende Vorschläge. Die Auswahl des neuen Designs verfolgen auch alle Kieler-Woche-Fans jedes Mal wieder mit großem Interesse“, sagt Philipp Dornberger, der Leiter des Referats Kieler Woche.

Wettbewerb genießt weltweit hohes Ansehen

An ihr alljährlich neues Erscheinungsbild stellt die Kieler Woche höchste Ansprüche: Namhafte Grafikerinnen und Grafiker werden regelmäßig zum Wettbewerb für ein Corporate Design der Festwoche eingeladen. „Schon das ist eine Auszeichnung. Denn der Gestaltungswettbewerb genießt weltweit ein hohes Ansehen, zumal viele Motive mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet wurden“, sagt Jörg Franzen, der im Kieler-Woche-Büro der Landeshauptstadt seit neun Jahren den Design-Wettbewerb organisiert. 

Außerdem ist die einzigartige Reihe mit 70 Kieler-Woche-Plakaten ein eindrucksvolles Spiegelbild der jüngeren Grafik-Geschichte. Doch allein ein gutes Plakat zu entwerfen, reicht nicht, wie Jörg Franzen weiß: „Das Design muss auch auf verschiedensten Artikeln und Souvenirs – etwa Krawatten, Bechern oder Schlüsselanhängern – seine Wirkung zeigen.“ 

Fünf Design-Büros am Start

Friedrich Forssman und Cornelia Feyll Friedrich Forssman und Cornelia Feyll

In diesem Jahr wurden Grafikerinnen und Grafiker aus Deutschland, Österreich und Tschechien zum Wettbewerb eingeladen.

Aus Kassel gehen Friedrich Forssman und Cornelia Feyll an den gestalterischen Start. Der Designer und die freischaffende Textildesignerin sind seit 1986 verheiratet und haben immer wieder gemeinsam Projekte umgesetzt. So gestalteten sie erst in diesem Jahr für die Deutsche Bibelgesellschaft die Lutherbibel neu. Seit 1994 entwirft Forssman alle Bücher für den Weidle Verlag und arbeitete unter anderem für Reclam. Forssman wurde mit zahlreichen Designpreisen ausgezeichnet. Seit 2015 ist er Honorarprofessor an der FH Potsdam.

Cornelia Feyll machte vor ihrem Design-Studium zunächst eine Weberlehre in Sindelfingen. Heute ist ihre Arbeit vielfältig und reicht von der Buchgestaltung bis zur Entwicklung von Farbkonzepten für Hotelzimmer. Dieses Jahr hat Cornelia Feyll eine Gastprofessur in Halle angetreten. 

Professur für Grafikdesign

Prof. Markus Weisbeck Prof. Markus Weisbeck und Kollegin Vera Kunz

Aus Frankfurt am Main schickt Prof. Markus Weisbeck seine Entwürfe für das neue Kieler-Woche-Design an die Förde. 1997 gründete der Grafikdesigner in Frankfurt und Berlin das Studio „Surface“. Weisbeck entwickelte zahlreiche Corporate Designs, unter anderem für die Staatsoper Stuttgart oder das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt.

Nach mehreren internationalen Gastprofessuren unterrichtet er seit 2011 als Professor für Grafikdesign an der Bauhaus-Universität Weimar. Seit 2013 ist er offizielles Mitglied des AGI Alliance Graphique Internationale.

Zahlreiche Einzelausstellungen

Prof. Volker Pfüller Prof. Volker Pfüller

Prof. Volker Pfüller wurde 1939 in Leipzig geboren und lebt und arbeitet heute in Berlin. 1965 legte er sein Diplom an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ab und ist seitdem freiberuflich als Grafiker, Illustrator, Plakatgestalter und Bühnenbildner tätig. Pfüller blickt auf zahlreiche Einzelausstellungen in Deutschland und im Ausland zurück, er ist darüber hinaus mehrfach ausgezeichnet – etwa „Beste Plakate der DDR“ oder „Schönste Bücher der DDR“. 2011 erhielt er die Hans-Meid-Medaille.

Pfüller war unter anderem Professor für Bühnenbild an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee wie auch Professor für Illustration an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Seit 1996 ist er Mitglied der Alliance Graphique Internationale.

Kunden aus dem Kunst- und Kulturbereich

Verena Panholzer Verena Panholzer

Verena Panholzer ist Art Direktorin und Gründerin von „Studio Es“ – einem Studio für visuelle Kommunikation in Wien. Außerdem engagiert sich die 37-Jährige im Vorstand des Creativ Club Austria (CCA) sowie des Vereins „100 beste Plakate“. Nach ihrem Studium an der Kunstuniversität Linz (Industrial Design) und dem Kolleg für Grafik- und Kommunikationsdesign war Verena Panholzer unter anderem in Berlin bei TBWA tätig.

Seit zehn Jahren führt sie ihr eigenes Studio in Wien und betreut schwerpunktmäßig Kunden aus dem Kunst- und Kulturbereich. Im Fokus der stark konzeptionellen Arbeiten der Designerin stehen Branding und Editorialdesign. Viele ihrer Projekte wurden bereits international ausgezeichnet. 

Daily-Poster-Projekt

Peter Bankov Peter Bankov

Peter Bankov stammt ursprünglich aus Minsk in Weißrussland, heute lebt er in Prag und Moskau. Nach einer Bildhauerausbildung an der Minsker Kunstschule studierte er Design an der Staatlichen Hochschule Moskau. Zu den Höhepunkten seiner Karriere gehörten 1993 das Buchkollektiv „Neuch“. 1997 gründete er mit dem „Design Depot“ eine der führenden Designfirmen Russlands sowie mit dem kAk-Magazin die wohl einflussreichste Designzeitschrift des Landes.

In letzter Zeit hat Bankov sich einem Daily-Poster-Projekt verschrieben – und bislang über 500 Plakate produziert. Bankov erhielt bislang rund 200 Designpreise, darunter den Platinum Award von Graphis Poster Annual, New York.


Designwettbewerb 2017

Siegerentwurf 2017

Siegerentwurf
Übersicht der eingereichten Entwürfe


Designwettbewerb 2016

Siegerentwurf 2016

Siegerentwurf 
Übersicht der eingereichten Entwürfe 

Die Juroren lobten den Siegerentwurf dafür, dass er in der Tradition von Bewegung, Sport und Tempo stehe: „Ganz unmittelbar entsteht ein Gefühl dafür, wie es sein kann, am größten Segelereignis der Welt teilzunehmen. Die Mittel, mit denen diese Dynamik erzielt wird, sind zwar einfach, aber äußerst gekonnt eingesetzt im Zusammenspiel von Typografie und Fotografie. Die Worte ‚Kieler Woche‘ spannen sich über die gesamte Plakatfläche, verschwinden am oberen Rand und bleiben doch jederzeit sofort les- und erfassbar. Das eigentlich Besondere entsteht aber aus der Darstellungstechnik. Ein Fotogramm erzeugt den Eindruck von Wasser, das genau im Augenblick des Betrachtens hochspritzt und über die Plakatfläche abläuft.“ 


Designwettbewerb 2015

Siegerentwurf 2015

Siegerentwurf 
Übersicht der eingereichten Entwürfe 
 
Die Jury lobte besonders den Raum für Interpretationen. „Wir sind es mittlerweile gewohnt, unseren Teil an Phantasie mit einzubringen. Wir wollen gar nicht mehr alles vorgekaut und vorbuchstabiert bekommen. Dieser Entwurf fordert den Betrachter auf, mitzukommen und eigenen Assoziationen freien Lauf zu lassen - ein Lichtreflex auf der Wasseroberfläche - die Tiefe oder Zartheit bei jedem Wetterumschwung. Noch nie in der Geschichte der Kieler Woche ist das Thema blau so umfangreich dargestellt worden“, hieß es in der Jury-Begründung.


Designwettbewerb 2014

Siegerentwurf 2014  

Siegerentwurf 
Übersicht der eingereichten Entwürfe 

Die Jury lobte, dass das Grundmotiv der bewegten See „noch nie in einer so spektakulären und ungestümen Art und Weise“ aufgenommen wurde. „Für die Kieler Woche 2014 türmt sich ein ganzes Wellengebirge farbenfroh vor uns auf, das uns in seinen Bann zieht und förmlich mitbewegt."


Designwettbewerb 2013

Siegerentwurf 2013  
 

Siegerentwurf 
Übersicht der eingereichten Entwürfe 

Die Jury lobte unter anderem die „wunderbare Bildfindung“ des Logos: „Die Windrose mit dem eingefügten Nesselblatt aus dem Kieler Stadtwappen. Das geht formal so gut zusammen, dass man den Eindruck hat, es gibt dieses neue ‚Symbol‘ schon seit Langem. Es ist ein erzählerischer Entwurf, bei dem es ... viel zu entdecken gibt."


Designwettbewerb 2012

Siegerentwurf 2012  
 

Siegerentwurf 
Übersicht der eingereichten Entwürfe 

Die Jury des Designwettbewerbes lobte, dass der Entwurf aufgrund seiner Einfachheit, Starkfarbigkeit und seiner Durcharbeitung in allen Anwendungen frisch und unverbraucht in seiner visuellen Sprache sei. "Damit wird der leuchtende Spinnaker zum visuellen Leitmotiv der Kieler Woche 2012", heißt es in der Begründung der Jury.


Designwettbewerb 2011

Siegerentwurf 2011  

Siegerentwurf 
Übersicht der eingereichten Entwürfe
 
"Das Spiel der Farben hält das Plakat und alle anderen Erzeugnisse in ständiger Bewegung, Assoziationen von Wellen und Bootsformen entstehen und vergehen. Die Verwendung von Ausschnitten oder Teilen der Gesamtkomposition ermöglicht interessante Varianten des Motivs für die unterschiedlichen Anwendungen."


Designwettbewerb 2010

Siegerentwurf 2010  
 
 

Siegerentwurf 
Übersicht der eingereichten Entwürfe
 
"Der Entwurf besticht durch seine konsequente Durchführung. Der Buchstabe ‚w’ wird durch Wiederholung zum prägnanten grafischen Zeichen. Assoziationen von Wellen und Wogen geben ihm eine eigenständige visuelle Wirkung. Die Kombination der Farben Blau, Weiß, Gelb erzeugt eine freundliche Grundstimmung und wird damit der Veranstaltung gerecht“, lobte die Jury.


Designwettbewerb 2009

Siegerentwurf 2009  
 

Siegerentwurf 
Übersicht der eingereichten Entwürfe
 
Der Siegerentwurf von Henning Wagenbreth "fokussiert klar auf den Menschen, auf die Teilnehmer und Gäste der Kieler Woche und abstrahiert das Miteinander und die Tätigkeiten in einer dem Comic sehr nahen, humorvollen Bildsprache, die sich durch einfache Verständlichkeit für alle Bevölkerungsgruppen auszeichnet“, urteilte die Jury.


Designwettbewerb 2008

Siegerentwurf 2008

Siegerentwurf 
Übersicht der eingereichten Entwürfe
 
Peter Zizkas Kieler-Woche-Design "fügt der historischen Reihe der Kieler-Woche-Plakate nahtlos eine neue Facette hinzu“, urteilten die Juroren. Das Thema Strömung werde für alle Medien überzeugend und mit hoher handwerklicher Qualität variiert.


Designwettbewerb 2007

Siegerentwurf 2007

Siegerentwurf 
Übersicht der eingereichten Entwürfe
 
Am Design des Gewinners Markus Dreßen gefiel den Juroren, dass der Entwurf das zentrale Thema "125 Jahre Kieler Woche“ am plakativsten widerspiegelt.


Designwettbewerb 2006

Siegerentwurf 2006

Siegerentwurf 
Übersicht der eingereichten Entwürfe
 
Das Segelereignis steht im Vordergrund des Entwurfs von Prof. Klaus Hesse. Zum sportlichen Charakter der Veranstaltung vermittelt das Motiv auch Aspekte wie Eleganz und Festlichkeit.


Designwettbewerb 2005

Siegerentwurf 2005

Siegerentwurf
Übersicht der eingereichten Entwürfe
 
Das Bild der Kieler Woche 2005 wird von hellblauen und weißen Wellen geprägt. Die Wellen sind Herzstück des grafischen Konzepts von Detlef Fiedler und Daniela Haufe aus Berlin, die den Wettbewerb für das Corporate Design der Fest- und Segelwoche 2005 gewannen.