Kieler Woche
18. - 26. Juni 2016

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Weltwirtschaftlicher Preis für zwei Vordenker

Mario Monti, italienischer Politiker und ehemaliger Wettbewerbskommissar der EU, und die Verlegerin Friede Springer sind die Träger des Weltwirtschaftlichen Preises 2016. 

Renommierte Auszeichnung: der Weltwirtschaftliche Preis   Impressionen von der Preisverleihung: 
Video auf der Seite des Instituts für Weltwirtschaft

Die renommierte Auszeichnung wird auch in diesem Jahr während der Kieler Woche verliehen. Beide Preisträger werden persönlich in Kiel erwartet. Die Festrede hält Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.

Der vom Institut für Weltwirtschaft mit Unterstützung der Landeshauptstadt Kiel und der IHK Schleswig-Holstein mittlerweile zum zwölften Mal verliehene Preis soll einen Anstoß geben, die großen weltwirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen. Die Persönlichkeiten werden als Vordenker einer weltoffenen, marktwirtschaftlichen und sozialen Gesellschaft geehrt.

Lösung globaler Probleme

„Unsere Preisträger waren mutig genug, eine sehr komfortable Situation aufzugeben, um ihre Kraft und ihre Tugenden, teilweise auch gegen große Widerstände, in den Dienst einer größeren Sache zu stellen“, sagte IfW-Präsident Dennis Snower zur diesjährigen Auswahl. „Beide haben sich in ihrer neuen Rolle um eine freie und eigenverantwortliche Gesellschaft mit gemeinsamen, sozialen Werten verdient gemacht und damit der Lösung globaler Probleme einen fruchtbaren Boden bereitet.“

Der ursprünglich für den Weltwirtschaflichen Preis 2016 in der Kategorie Wissenschaft nominierte Ökonom Oliver E. Williamson kann den Preis aus persönlichen Gründen nicht in Kiel entgegennehmen. Die Auszeichnung wird deshalb in dieser Kategorie 2016 nicht verliehen. Geplant ist, Oliver Williamson den Preis in einem der nächsten Jahre zu überreichen.

Verve für die europäische Idee

Mario Monti Mario Monti

Den in der Kategorie Politik nominierten Mario Monti lobte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer als streitbaren Geist und politischen Visionär.

„Als international angesehener Wirtschaftsprofessor wagte er den Gang in die Praxis und zeigte in Brüssel mächtigen Konzernen ihre Grenzen, zum Wohle für alle Verbraucher.

Gegen viele Widerstände hat er in seinem Heimatland wichtige Reformen eingeleitet und trat von Anfang an mit viel Verve für die europäische Idee ein. Das ist heute wichtiger denn je.“

Beispiellose Disziplin und Ausdauer

Friede Springer (Foto: Daniel Biskup) Friede Springer
(Foto: Daniel Biskup)

Die Verlegerin, Mehrheitsaktionärin und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Axel Springer AG, Friede Springer, wurde in der Kategorie Wirtschaft nominiert. Sie habe nach dem Tod ihres Mannes mit beispielloser Disziplin und Ausdauer den Springer-Verlag aus der Krise hinein ins neue Medienzeitalter geführt.

„Sie fühlte sich dem Wohlergehen ihrer Mitarbeiter genauso verpflichtet wie einer an den Grundwerten der Freiheit und des Friedens ausgerichteten Berichterstattung“, sagte der Vizepräsident der IHK Schleswig-Holstein, Klaus-Hinrich Vater. „Friede Springer trug unbeeindruckt vom Zeitgeist zur Solidarität in Europa und einem transatlantischen Bündnis mit den USA auf Augenhöhe bei.“

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