Kieler Woche
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Kieler Woche 2013 ganz in Blau und Weiß

Pressemeldung vom 05.09.2012   —   Zurück zur Liste

 

620/5. September 2012/ang

Düsseldorfer Gestalterteam entwarf Design der Segel- und Festwoche

In diesem Jahr stand die Kieler Woche im Zeichen des geblähten Neonorange-Spinnakers. 2013 wird wieder Blau die beherrschende Farbe auf Kieler-Woche-Plakaten und Fahnen sein.

Kieler-Woche-Plakat 2013Die Jury des Wettbewerbs für ein Corporate Design der Kieler Woche 2013 entschied sich am Mittwoch, 5. September 2012, für den Entwurf des Düsseldorfer Gestalterteams Jens Müller und Karen Weiland, der in einer blauen Zeichnung auf weißem Grund viele maritime Elemente vereint. Auch der Schriftzug Kieler Woche ist von Hand gezeichnet.

Die Götter meinen es gut mit der Kieler Woche 2013 (22. bis 30. Juni): Ein blasender Windgott am Himmel und ein Meeresgott in den schäumenden Wellen sind auf dem neuen Kieler-Woche-Plakat zu sehen, dazu eine Windrose mit dem Kieler Stadtwappen in der Mitte, große Segler auf der Förde und ein Riesenrad am Plakatrand. Die Jury lobte unter anderem die „wunderbare Bildfindung“ des Logos: „Die Windrose mit dem eingefügten Nesselblatt aus dem Kieler Stadtwappen. Das geht formal so gut zusammen, dass man den Eindruck hat, es gibt dieses neue ’Symbol’ schon seit Langem. Es ist ein erzählerischer Entwurf, bei dem es über die genannten Motive hinaus viel zu entdecken gibt, dem es gelingt, alle Medien interessant zu gestalten, immer verbunden mit der klaren und gut lesbaren Aussage: Kieler Woche 2013.“

Karen Weiland und Jens Müller - sie entwarfen das Design der Kieler Woche 2013.

Seit 65 Jahren wird mit jährlich wechselnden Plakaten und anderen Werbemitteln weit über Kiel hinaus für die Fest- und Segelwoche geworben. Sich in diese 1948 begonnene Tradition einzureihen und einmal das Kieler-Woche-Design zu gestalten, ist der Traum vieler Grafikdesigner. Aber nur wenige bekommen die Chance dazu: Seit 1959 lädt Kiel von einer Jury ausgewählte Designer aus dem In- und Ausland zum renommierten Wettbewerb ein. Die eingeladenen Teilnehmer sind Gäste der Kieler Woche und sammeln an der Förde Eindrücke, die sie dann in ihre Entwürfe für das Folgejahr einfließen lassen. Erstmals wurde das Plakat der Kieler Woche 1960 durch so einen Einladungswettbewerb ermittelt. Seit Mitte der 70er Jahre muss das Plakat eingebunden sein in ein stimmiges Corporate Design.

Teilnehmer des Wettbewerbs für das Kieler-Woche-Design 2013 waren: Helmut Brade (Halle/Saale), Thomas Mayfried (München), Jens Müller/Karen Weiland (Düsseldorf), Clotilde Olyff (Brüssel/Belgien) und István Orosz (Budakeszi/Ungarn). Sie erlebten Ende Juni die Kieler Woche 2012 und reichten anschließend insgesamt zehn Entwürfe ein.

Die Jury: (von links) Rainer Kraatz, Nikolaus Rickers, Cathy Kietzer, Detlef Fiedler, Ariane Spanier, Bernard SteinPräsentieren das neue Motiv: (von links) Rainer Kraatz,
Nikolaus Rickers, Cathy Kietzer, Detlef Fiedler,
Ariane Spanier, Bernard Stein

In der Jury saßen vier Fachjuroren und vier Sachjuroren. Fachgutachter waren die Designer Prof. Detlef Fiedler aus Berlin (Gewinner Wettbewerb für 2005 und ständiges Jurymitglied), Prof. Bernard Stein aus Berlin (ständiges Jurymitglied) und Ariane Spanier aus Berlin als Vorjahressiegerin sowie Christian Riediger als Leiter des Kieler-Woche-Büros. Ihnen saßen als Sachgutachter zur Seite: Nikolaus Rickers als Geschäftsführer der Point of Sailing Marketing GmbH, Prof. Dr. Gerhard Fouquet als Präsident der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Rainer J. Kraatz als Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Kieler Woche sowie Stadtpräsidentin Cathy Kietzer als Vorsitzende des Aufsichtsrates der Kieler Woche Marketing GmbH.

Jens Müller und Karen Weiland entwickeln und realisieren in Düsseldorf medienübergreifende Projekte. Neben klassischen Aufgaben wie der Konzeption und Gestaltung von Erscheinungsbildern, Kommunikationsmedien sowie Büchern und Ausstellungen werden komplexe Projekte auch inhaltlich-redaktionell in Eigenregie betreut. Im Mittelpunkt steht immer die Kommunikation von Inhalten unabhängig von ihrer Medienform. Zu den Auftraggebern gehören Kulturinstitutionen wie das Deutsche Filmmuseum (Frankfurt am Main), Behörden wie das Bundesministerium der Finanzen (Berlin) und Unternehmen aus der Wirtschaft wie Booz&Company (Düsseldorf).

Jens Müller (geboren 1982 in Koblenz) und Karen Weiland (geboren 1980 in Böblingen) studierten beide Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Düsseldorf. Beide waren beteiligt am internationalen Forschungsprojekt „helmut schmid - design is attitude“ (2005-2007). Sie gestalten Sonderbriefmarken und sind Herausgeber der Buchreihe A5 in Kooperation mit der FH Düsseldorf und Lars Müller Publishers. In dieser Reihe erschien 2010 ihr Buch „Kieler Woche – Geschichte eines Designwettbewerbs“. Seit 2009 arbeiten Jens Müller und Karen Weiland gemeinsam an Gestaltungsprojekten. Sie haben Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen.

Als Stadtpräsidentin Kietzer am Mittwochmittag in Düsseldorf anrief, um die frohe Kunde vom Sieg im Design-Wettbewerb zu überbringen, freute sich Jens Müller: „Das ist Wahnsinn!“

Alle Plakatentwürfe des Design-Wettbewerbs zur Kieler Woche 2013 – und früherer Wettbewerbe – können unter http://www.kieler-woche.de/design im Internet angeschaut werden.

www.kieler-woche.de

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