Kieler Woche
17. - 25. Juni 2017

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Schönheiten auf der Kieler Förde

Pressemeldung vom 19.06.2017   —   Zurück zur Liste

 

Historische Segelschönheiten bestimmten am Sonntag und Montag das Bild auf der Kieler Innenförde: Es fiel der Startschuss zu den Regatten der Zwölfer und 5.5er. Nach einem Regattaauftakt mit fünf Rennen am Sonntag ließ der Wind am Montag zunächst ein wenig auf sich warten. Bei Leichtwindbedingungen fiel schließlich der Startschuss.

12mRHistorische Schönheiten in Kiel: „Trivia“ vor „Vim“. Foto: Kieler Woche/segel-bilder.de

Bei den Rennen der Kieler Woche Trophy ging es für die neun angetretenen Zwölfer um mehr als nur den Kieler Woche-Sieg: Die Wettfahrten sind Teil der World Series, bei der in den kommenden zwei Jahren Boote in Europa und Amerika um Punkte fahren.

Die nächsten Stationen der World Series sind für die europäischen Boote Flensburg und Aarhus. Das Finale folgt im Juli 2019 in Newport, der Heimat des legendären America’s Cup. Zwischen 1958 und 1987 bestimmte die über 100 Jahre alte Bootsklasse der Zwölfer die Duelle des America’s Cup.

12mRSie Crew feierte mit zahlreichen Gästen den 80. der „Trivia“. Foto: Kieler Woche/segel-bilder.de


Einer der Zwölfer feierte während der Kieler Woche Trophy im Rahmen der „Sailors Night“ den 80. Geburtstag: die in Kiel beheimatete „Trivia“. Das in Großbritannien gebaute Boot ist 1937 vom Stapel gelaufen und mit Crews aus der ganzen Welt Regatten gesegelt, bis sie in den 1970er-Jahren gesunken ist. Das Wrack wurde in den 1990er-Jahren originalgetreu restauriert. Mit dem ersten Wettfahrttag zeigte sich Wilfried Beeck, Eigner und Kieler Woche-Skipper der Trivia, zufrieden: „Die Bedingungen waren super. Noch nie haben wir sonst fünf Rennen an einem Tag gesegelt. Das Auftaktrennen lief perfekt für uns.“ Beeck lobte die gute Stimmung während der Trophy.

Als ältestes Boot ging bei der Kieler Woche Trophy der Zwölfer „Heti“ an den Start und erzielte am Sonntag direkt eine gute Platzierung. „Wir waren selbst ein bisschen überrascht, dass wir schneller als sonst waren“, kommentierte Skipper Christopher Rothe den Erfolg. Zufrieden mit ihrem Ergebnis vom Sonntag war auch die Crew der „Anitra“. „Für uns lief es Sonntag gut. Sicher hilft es ein wenig, dass ein Drittel des Teams vom Bodensee kommt und Leichtwindbedingungen gewohnt ist“, sagte Skippers Josef Martin.

Mit einem neuen Rigg trat der Zwölfer „Anita“ bei der Trophy an. „Es war ein ganz anderes Segeln als zuvor. Die „Anita“ segelt sich toll als Slup. Mit dem neuen Rigg sind wir konkurrenzfähig“, schwärmt Skipper Jost Körte. Natürlich würde sich seine Crew über ein gutes Rennergebnis freuen, aber am meisten zählt es für das stark altersgemischten Amateurteam, mit dabei zu sein.

Bei der Kieler Woche Trophy der Zwölfer hatte das jüngste Boot in der Runde, die in den 1980er-Jahren gebaute „Kiwi Magic“ die Nase vorne und siegte. Die Leichtwinderfahrung der Crew zahlte sich für die „Anitra“ aus und bescherte ihr Platz zwei. Die „Heti“ konnte die gute Rennleistung vom ersten Regattatag am zweiten wiederholen und überraschte mit dem dritten Platz, gefolgt von der „Trivia“ auf Platz vier. Die Plätze fünf bis neun belegen die „Vim“, „Sphinx“, „Flica II“, „Vanity V“ und „Anita“.

Als Sieger aus den 5.5er-Rennen ging die „Singora“ hervor. Platz zwei und drei belegen „Traumfänger“ und „Diva“, gefolgt von „Meltemi“ und „Nowa“.

Die Regatten vor Schilksee dauern noch an. Schwache Winde führten zu Startverschiebungen. Am morgigen Dienstag beenden die 13 internationalen Klassen ihre Regatten, bevor am Abend mit der Eröffnung der Para World Sailing Championships Teil zwei zusammen mit den olympischen Klassen eingeläutet wird. Erster Start am Dienstag ist um 11 Uhr, letzte Startmöglichkeit um 14 Uhr.

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