Para Sailing Championship mit Kröger und Kroker

Die Begeisterung über die perfekte Integration der Para World Sailing Championship in die Kieler Woche 2017 schlug hohe Wellen. Jetzt geht die Kieler Woche (16. bis 24. Juni) Kiel den logischen zweiten Schritt.

Kim Andersen, Präsident des Weltsegler-Verbandes World Sailing, John Petersson, Mitglied im Governing Bord des Internationalen Paralympics Committee/IPC, Julius Beucher, Vorsitzender des Deutschen Behinderten Sportverbandes/DBS, sowie die Vertreter der Eurosaf überschütteten Kiel im Vorjahr mit Komplimenten. So war die jetzige Vergabe der Eurosaf Para Sailing Championships nach Kiel 2018 die logische Folge. Vom 20. bis 24. Juni tritt Europas Spitze in der zweiten Hälfte der Kieler Woche bei der Para Sailing EM in Kiel an.

„Wir werden alles tun, um den Weltverband dabei zu unterstützen, dass Segeln für die Spiele 2024 wieder den paralympischen Status bekommt“, so Dirk Ramhorst (Kieler Yacht-Club). Die Inklusion passe in das Konzept Kiels. „Wir haben dafür ideale Voraussetzungen, und die Inklusion ist seit Jahren ein fester Bestandteil der Kieler Woche“, ergänzt der Organisationsleiter der Kieler-Woche-Regatten. 2002 wurden die paralympischen Klassen in die Kieler Woche aufgenommen, seit 2008 wird die Klasse 2.4mR offen ausgeschrieben.

Einer, der sich für die Inklusion in Kiel immer eingesetzt hat, ist Heiko Kröger. Der Goldmedaillengewinner von Sydney (Australien, 2000) und Silbermedaillengewinner von London (Großbritannien, 2012) ist überzeugt: „Ich glaube schon, dass es nach den messbaren Fortschritten der letzten Jahre eine reelle Chance gibt, dass wir zurückkommen.“

Trotz seines Abschieds aus dem paralympischen Sport kann eine European Para Sailing Championship in Kiel gar nicht ohne Heiko Kröger stattfinden. „Ich habe zwar keine Sponsoren und dementsprechend keine Möglichkeiten, auf der internationalen Bühne aufzuschlagen. Wenn ich aber vor der eigenen Haustür starten kann, bin ich dabei. Glücklicherweise zahlt der Behindertensportverband die WM-Teilnahme in den USA. Sonst würde das für mich nicht infrage kommen“, so der vielfache Weltmeister. Und der 52-Jährige sieht keinen Grund, um die Ansprüche herunterzustufen: „Sieg - there is no Second“ lautet das Ziel. Dazu muss Kröger 21 Konkurrenten aus elf Nationen bei der Kieler EM hinter sich lassen.

Natürlich hätte der zehnfache 2.4mR-Kieler-Woche-Sieger gern noch mehr Konkurrenz am Start, doch, so Kröger: „Viele haben nicht das Geld, um eine Euro und WM zu segeln. Daher sieht es für die Kieler Woche so aus. Das Meldegeld für die EM ist auch sehr hoch.“

Mit der EM in Kiel und der WM in den USA 2018 stehen jetzt zwei Großereignisse an, mit denen der Segelsport noch zweimal auf seine Bedeutung und seine Möglichkeiten für die Inklusion hinweisen kann. Bereits im Oktober des kommenden Jahres fällt die Entscheidung, welche Sportarten 2024 bei den Paralympischen Spielen vertreten sein werden. „Es ist eines unserer größten Ziele, dass Segeln wieder dabei ist. Es gibt keine Sportart, die dermaßen für Inklusion geeignet ist“, so Kim Andersen. Behinderte gegen Nichtbehinderte, Seglerinnen gegen Segler, alles das ist möglich in der 2.4mR. Das starke Signal aus Kiel in Richtung IPC sei nicht überhört worden, so der höchste Repräsentant des Segelsports: „Vielen Dank an Deutschland, vielen Dank an Kiel.“

Für Deutschland ist zu Kieler Woche nicht nur im 2.4mR, sondern auch in der Hansa 303 ein ehemaliger Goldmedaillengewinner am Start: Jens Kroker. Der ehemalige Olympiasieger im Sonar (2008 in China) sucht in der Jolle eine neue Herausforderung. Der Hamburger ist die Stimme der paralympischen Segler/innen. Kroker ist damit der erste Segler mit Handicap in der Athleten-Kommission des Weltseglerverbandes World Sailing. In der Hansa 303 Jolle gilt es in Kiel, 17 Konkurrenten aus sieben Nationen hinter sich zu lassen.

 

Der Gold-Medaillen Gewinner von Sydney und mehrfache Weltmeister Heiko Kröger. Foto: www.segel-bilder.de
 


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