Meldung vom 3. Mai 2021

Stadtmuseum verlängert Ausstellung über die 70er

 

Zurück in die 70er: Wer in diese bewegte Zeit eintauchen möchte, kann das in diesem Monat noch tun. Bis zum 30. Mai wurde die Ausstellung „Die 1970er Jahre – Zeit der Ernüchterung“ im Stadtmuseum Warleberger Hof verlängert. Der Eintritt ins Museum, Dänische Straße 19, ist frei. Vor Ort ist eine Registrierung über die Luca-App oder in Papierformat erforderlich.

 

Viele der damals wichtigen Themen wie Umwelt- und Klimafragen, Gleichberechtigung oder Teilhabe sind auch heute noch aktuell. Präsentiert werden Pressefotos, Designobjekte, Plakate und Alltagsgegenstände sowie Bild- und Tonaufnahmen, die das Lebensgefühl der 70er Jahre veranschaulichen. Ausstellungsstücke wie auffällige Kleidung oder schicke Möbel zeigen das Konsumbedürfnis kulturhungriger Menschen, die zwischen Individualität und „Mainstream“ schwankten.

 

Die Ausstellung dokumentiert die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Kiel und versucht, die Dekade zu charakterisieren. Sie zeigt, dass die Fortschritts- und Reformbegeisterung von „68“ schon bald dem Gefühl der Ernüchterung wich.

 

Ein Wendepunkt kam mit dem „Ölpreisschock“ (1973) und dem ersten spürbaren Wirtschaftseinbruch nach vielen Wachstumsjahren. Aber auch RAF-Terror, staatliche Repressionen oder Angst vor Umweltzerstörung beeinträchtigten das Lebensgefühl und die politischen Positionierungen. Die Ernüchterung erfasste auch Kiel, das als Austragungsort der Olympischen Segelwettbewerbe (1972) gerade erst richtig Rückenwind bekommen hatte. Selbst die kurz zuvor gefeierten Bauprojekte wurden nun als trist empfunden.

 

Die Ausstellung lädt Besucher*innen dazu ein, ihr eigenes Bild der 70er Jahre einzubringen und auf Spurensuche zu gehen, was von damals übriggeblieben ist und was vergessen wurde. 

 

Besucher*innen müssen in den Museumsräumen eine OP- oder FFP2-Maske tragen und die Abstandsregeln von 1,50 Metern einhalten. Das Stadtmuseum Warleberger Hof ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet und unter der Kieler Telefonnummer 901-3425 zu erreichen.

 

 

Pressemeldung 222/3. Mai 2021/CFL


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