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Kieler-Woche-Design – weltweit bekannt

An ihr jährlich neues Corporate Design stellt die Kieler Woche höchste Ansprüche: Seit 1959 wird es in einem reinen Einladungswettbewerb ermittelt, der weltweit hohes Ansehen genießt. Schon die Einladung zur Teilnahme gilt unter Grafiker*innen als Auszeichnung.

Die Entscheidung, wer eine Einladung bekommt, liegt in den Händen zweier unabhängiger Fachgutachter*innen, die bereits selbst einmal den Wettbewerb gewonnen haben. Denn der Gestaltungswettbewerb erhält sein internationales Renommée nicht nur durch die zahlreichen Motive, die national und international mit Preisen ausgezeichnet wurden. Auch die vielen namhaften Designer*innen, die zum Wettbewerb eingeladen wurden, tragen hierzu bei.

Das macht die Reihe mit mehr als 70 Kieler-Woche-Designs seit 1948 weltweit einzigartig und zu einem eindrucksvollen Spiegelbild der jüngeren Grafik-Geschichte. Jedes Design muss seit 1974 auch auf verschiedensten Artikeln und Souvenirs – etwa Krawatten, Bechern oder Schlüsselanhängern – seine Wirkung zeigen.

  

Das Design 2027

Sechs Büros mit 15 eingereichten Entwürfen waren für das Design 2027 im Rennen. Die Jury entschied sich für den Entwurf von Rejane Dal Bello aus London.

Das sagt die Jury:

Der Gewinnerentwurf von Rejane dal Bello überzeugte die Jury durch sein ausdrucksstarkes, elementares Design, das den Spirit der Kieler Woche konsequent auf das Wesentliche reduziert: Bewegung und Wärme beziehungsweise Segel und Sonne. Die Bewegung und das Segel sind visuelle Synonyme für den sportlichen Teil der Kieler Woche. Jedes Jahr treffen sich Segeler*innen aus der ganzen Welt zu unzähligen Wettkämpfen in Kiel. Die Wärme und die Sonne stehen für den gemeinschaftlichen Teil der Kieler Woche. Auf dem Volksfest begegnen sich Menschen, feiern zusammen und verleben jährlich eine gute Zeit in Kiel. Der Entwurf verbindet beide Aspekte auf eine abstrakte, aber sehr zugängliche Weise in einem nahbaren Motiv.

Die Auswahl traf ein Gremium aus insgesamt neun Mitgliedern: vier Fachjuror*innen, vier Sachjuror*innen sowie eine Kieler Bürgerin als neuntes Jurymitglied.

Zu den Fachjuror*innen gehörten Andrew Goldstein (Designteam 2xGoldstein, Karlsruhe), die Berliner Designerin Ariane Spanier, der Sieger des Wettbewerbs 2026 Erik Brandt aus Minneapolis, sowie Philipp Dornberger, Referatsleiter im Kieler-Woche-Büro.

Als Sachjuror*innen wirkten mit: Dr. Carsten Krage (Aufsichtsratsvorsitzender der Kieler Woche Marketing GmbH), Dirk Ramhorst (Regatta-Organisationsleiter der Kieler Woche), Hauke Petersen (Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Kieler Woche) und Hanne Pries (stellvertretende Vorsitzende des Kultur- und Wissenschaftssenats der Landeshauptstadt Kiel).

Um stetig neue Impulse zu setzen und den internationalen Designwettbewerb regional besser zu verankern, stammt das jährlich wechselnde neunte Mitglied traditionell aus der Kieler Bevölkerung. Dieses Jahr ergänzten Sophie Steinlein und Catherine Bartelheimer das Gremium mit einer gemeinsamen Jury-Stimme.  Sie stehen beispielhaft für die Verbindung von Wissenschaft und Spitzensport in Kiel. Während beide als erfolgreiche Segler*innen auf internationalem Niveau antreten, verbindet Sophie Steinlein ihre sportliche Karriere mit einem Studium im meereswissenschaftlichen Umfeld des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel. 

  
  

 

Die Umsetzungsentwürfe

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Die Designerin Rejane Dal Bello

Seit vielen Jahren arbeitet Rejane Dal Bello in den Bereichen Grafikdesign und Branding und war unter anderem bei renommierten Agenturen wie Wolff Olins (UK), Studio Dumbar (NL) und COLLINS (US) tätig. Sie schloss ihren Master in Social Design in den Niederlanden ab und unterrichtete Grafikdesign an der Post St. Joost sowohl auf MA- als auch auf BA-Ebene.

Derzeit ist sie parallel zu ihrem Studio in London als Professorin im Fachbereich Typografie an der HSD Düsseldorf tätig. Ihre Arbeiten sind Teil der ständigen Sammlung des V&A Museums und wurden in vielen Museen und Ausstellungen gezeigt. Sie hält weltweit Workshops und Vorträge zum Thema Kommunikationsdesign.

 www.rejanedalbello.com

 

Die anderen Designer*innen, ihre Entwürfe & Umsetzungen im Wettbewerb

Finn Feiert, Kaja Schmitt und Anja Sosnowski

Übergeordnetes Ziel der Muthesius Kunsthochschule in Kiel ist es, durch künstlerisch-gestalterische Entwicklungs- und Forschungsvorhaben als Kristallisationspunkt für Arbeiten und geistige Auseinandersetzungen auf den Gebieten der Kunst, der Raumkonzeption und des Designs zu wirken.

Die Muthesius Kunsthochschule in Kiel als einzige Kunsthochschule des Landes Schleswig-Holstein ist nicht nur ein Ort der Ermöglichung kulturell relevant werdender Biografien, sondern mit ihrem Projektstudium auch ein Ort besonderer Experimente und Realisierungen. Die Profile der Masterstudiengänge stellen teilweise in der Bundesrepublik einzigartige Studienangebote und Entwicklungsmöglichkeiten für Studierende dar.

Die diesjährigen Entwürfe für die Kieler Woche 2027 entstanden im Lehrgebiet »Typografie und Gestaltung« unter der Leitung von Prof. André Heers. 

  • Finn Feiert absolvierte seine allgemeine Hochschulreife in Süddeutschland. Derzeit befindet er sich im siebten Bachelorsemester Kommunikationsdesign und ist als studentische Hilfskraft im Fachbereich Typografie und der Pressestelle der Muthesius Kunshochschule tätig.
  • Kaja Schmitt, geboren 2000 in Seeheim-Jugenheim, hat ihren Bachelor of Arts an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt absolviert. Im Frühjahr 2025 zog es sie nach Kiel. Derzeit befindet sie sich im vierten Mastersemester mit dem Schwerpunkt Typografie und Buchgestaltung.
  • Anja Sosnowski lebt in Kiel und studiert seit 2019 Kommunikationsdesign an der Muthesius Kunsthochschule. Ihren Bachelor of Arts schloss sie im September 2024 ab. Derzeit befindet sie sich im vierten Mastersemester mit dem Schwerpunkt Typografie und Schriftgestaltung.

www.muthesius-kunsthochschule.de

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Happy Little Accidents (HLA) – Studio for Visual Communication wurde 2013 von den beiden Diplom-Designer*innen Tobias Dahl und Patrick Martin gegründet. Der Anspruch des Studios ist eine klare und eigenständige Gestaltung für modulare und nachhaltige Lösungen im Spannungsfeld zwischen Kultur, Kunst und Wissenschaft. 

Mit besonderem Fokus auf Corporate Design, Editorial Design und Typografie liegt die Expertise der beiden Gestalter*innen in der Entwicklung von individuellen Gestaltungssystemen und typografischen Umgangsformen.

Tobias Dahl (geb. 1987) und Patrick Martin (geb. 1987) leben und arbeiten, seit Ihrem Studium in Leipzig. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet (darunter »100 Beste Plakate« und »Die Schönsten Deutschen Bücher«). In Workshops und Vorträgen an Universitäten und Hochschulen teilen die beiden regelmäßig ihre Erfahrungen. 

www.hla.studio

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Studio Pandan wurde von Ann Richter und Pia Christmann 2015 gegründet. Das Berliner Designstudio entwickelt visuelle Identitäten für Print und Digital, gestaltet Publikationen und Websites. Typografie steht im Mittelpunkt der gestalterischen Praxis und kommt medienübergreifend zum Einsatz. Studio Pandan ist in der zeitgenössischen Kulturszene verankert und zeigt besonderes Interesse an gesellschaftlich relevanten und nachhaltigen Projekten. 

Gestaltung wird als Verantwortung und Chance zugleich verstanden, Inhalte sichtbar zu machen und Impulse für Veränderung zu geben. 

Die beiden Gründer*innen Ann Richter und Pia Christmann halten regelmäßig Vorträge und leiten Workshops an Kunst- und Designinstitutionen. 

www.pandan.co

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Ina Bauer lebt und arbeitet in Stuttgart. Sie startete beruflich in einem kleinen Studio in Zürich, war mehrere Jahre Art-Director beim renommierten Designstudio „L2M3“ . Ihre Arbeiten wurden mehrfach international ausgezeichnet (u.a. vom Type Directors Club New York und Tokyo) und sind in internationalen Sammlungen vertreten (Plakatsammlung Museum für Gestaltung Zürich und Klingspor Museum).

2017 gründete sie ihr eigenes Designstudio in Stuttgart und arbeitet seitdem in den Bereichen Erscheinungsbilder, digitale Anwendungen, Schrift-, Buch- und Ausstellungsdesign. 

Neben ihrer Arbeit im Studio unterrichtet sie an der Merz Akademie in Stuttgart Typografie. 

www.ina-bauer.studio 

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Seit vielen Jahren arbeitet Rejane Dal Bello in den Bereichen Grafikdesign und Branding und war unter anderem bei renommierten Agenturen wie Wolff Olins (UK), Studio Dumbar (NL) und COLLINS (US) tätig. Sie schloss ihren Master in Social Design in den Niederlanden ab und unterrichtete Grafikdesign an der Post St. Joost sowohl auf MA- als auch auf BA-Ebene. 

Derzeit ist sie parallel zu ihrem Studio in London als Professorin im Fachbereich Typografie an der HSD Düsseldorf tätig. Ihre Arbeiten sind Teil der ständigen Sammlung des V&A Museums und wurden in vielen Museen und Ausstellungen gezeigt. Sie hält weltweit Workshops und Vorträge zum Thema Kommunikationsdesign.  

www.rejanedalbello.com 

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Kuki Iwanski ist ein polnischer Grafikdesigner, dessen Arbeiten sich durch eine starke visuelle Sprache und eine intensive Auseinandersetzung mit zeitgenössischer visueller Kultur auszeichnen. Über klassisches Grafikdesign hinaus arbeitet er häufig mit multimedialen, bewegten und räumlichen Formaten. Iwanski arbeitet vorwiegend im Kulturbereich. Seine Projekte wurden international ausgestellt und ausgezeichnet sowie auf Designveranstaltungen präsentiert. 

Er engagiert sich aktiv für die internationale Förderung polnischer Kunst und arbeitet mit kulturellen Institutionen in Europa und Asien zusammen. Seine Praxis konzentriert sich auf die Entwicklung visueller Sprachen an der Schnittstelle von Design, Kunst und gesellschaftlichem Diskurs. 

www.kukiiwanski.com 

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Sie wollen sich ein eigenes Bild machen?

Das Kieler-Woche-Design sorgt traditionell für Gesprächsstoff. Interessierte können sich selbst ein Bild machen und den eigenen Favoriten wählen. Alle eingereichten Entwürfe für 2027 sind von Montag, 7. September, bis Mittwoch, 30. September, in einer öffentlichen Ausstellung im Eingangsbereich des Kieler Rathauses, Fleethörn 9, zwischen 8 und 18 Uhr zu sehen.

Wie fühlt es sich an, beim Designwettbewerb mitzumachen?

Erik Brandt, Gewinner des Kieler-Woche-Designwettbewerbs 2026, erzählt, wie es sich anfühlt, an dem Wettbewerb teilzunehmen, und gibt Einblicke in den besonderen Auswahlprozess.

 - Klick auf das Bild öffnet das Video in einer eigenen Ansicht

Häufige Fragen zum Wettbewerb

Die Muthesius Kunsthochschule hat bereits an einigen vergangenen Wettbewerben teilgenommen und war mit zahlreichen Absolvent*innen vertreten. Ab dem Wettbewerb für 2023 wird die Muthesius Kunsthochschule ein fester Bestandteil des jährlich stattfindenden Corporate-Design-Wettbewerbs zur Kieler Woche.

Der Wettbewerb für das Corporate Design der Kieler Woche ist international anerkannt und verfolgt das Ziel, ein einjähriges Erscheinungsbild zu finden, das einen Wiedererkennungswert schafft und auf zahlreichen Produkten wie z. B. Plakaten, Schlüsselanhängern oder Flaggen funktioniert. 

Es handelt sich hierbei um „Kunst“, welche einem Zweck dient. Im gesamten Jahr müssen graphische Elemente angepasst und in unterschiedlichsten Formaten geliefert werden.

Die Jury des Corporate-Design-Wettbewerbes setzt sich aus vier Fachjuror*innen, vier Sachjuror*innen und einem neunten Jurymitglied aus der Kieler Bevölkerung zusammen. Diese werden aufgrund ihrer jeweiligen Positionen und Funktionen ernannt und nicht aufgrund ihrer Herkunft.

In folgenden Jahren gewannen Designer*innen aus Kiel den Corporate-Design-Wettbewerb:

  • 1974 Andres W. Jahnke
  • 1981 Bernd Brocke
  • 2000 Anja Kühn

Kunst ist subjektiv und soll zur Diskussion anregen. Wie der Schriftsteller und Philosoph Voltaire sagte: „Alle Künste sind gut, ausgenommen die langweilige Kunst“. 

Zusätzlich gibt es viele Anforderungen an eine Corporate Identity, wie etwa den hohen Wiedererkennungswert und die praktische Umsetzbarkeit, die unsere Fachgutachter*innen allesamt mitdenken und die für viele Betrachter*innen nicht immer sofort ersichtlich sind.

Ja, es gibt eine Ausstellung aller eingereichten Entwürfe im Rathaus. Geöffnet ist sie vom 8. September bis 2. Oktober 2025 montags bis freitags 8 - 18 Uhr, Eingangsbereich des Kieler Rathauses (Eingang Rathausplatz), Fleethörn 9, 24103 Kiel. Oder natürlich hier auf dieser Seite.

 

Renommée seit 1948: Kieler-Woche-Plakate

Er ist ein eindrucksvolles Spiegelbild der jüngeren Grafik-Geschichte und international sehr hoch angesehen: der Kieler-Woche-Grafikwettbewerb.