Meldung vom 5. September 2021

Weltwirtschaftlicher Preis 2021 verliehen

Das Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) und seine Partner, die Landeshauptstadt Kiel und die IHK Schleswig-Holstein, haben am Sonntag, 5. September, in Kiel zum 16. Mal den Weltwirtschaftlichen Preis verliehen. Er steht dieses Jahr unter dem Leitthema „Umweltökonomie“, gewürdigt wurden Personen mit herausragenden Leistungen auf dem Gebiet des Umwelt-, Klima- und Naturschutzes.

Die Preisverleihung fand am Vormittag im Rathaus der Landeshauptstadt Kiel statt. Ausgezeichnet als Vordenker einer weltoffenen, marktwirtschaftlichen und sozialen Gesellschaft sowie für herausragende Leistungen auf dem Gebiet des Umwelt-, Klima- und Naturschutzes wurden:

  • Prof. Xuemei Bai, Ph.D., Professorin für Stadtentwicklung und Humanökologie, Australian National University, Canberra, Kategorie Wirtschaftswissenschaft.
  • Prof. Dr. Michael Otto, Unternehmer, Stifter und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Otto Group, Kategorie Wirtschaft.
  • Dr. Göran Persson, ehemaliger Ministerpräsident von Schweden, Kategorie Politik.

Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer, Klaus-Hinrich Vater, Vizepräsident der IHK Schleswig-Holstein, sowie Gabriel Felbermayr, Präsident des IfW Kiel, begrüßten die rund 150 Gäste.

Felbermayr betonte in seiner Rede und seinen Laudationes auf die Preisträgerin und Preisträger deren Verdienste um nachhaltiges Wirtschaften und Zusammenleben in Sinne des Klimaschutzes.

Bai lobte er unter anderem für den praktischen Nutzen ihrer akademischen Arbeit. „Sie warten nicht, bis sich die Politik eines Problems annimmt, stattdessen ermutigen Sie mit Ihren Stadtexperimenten kleine Gruppen der Gesellschaft, selbst Programme zu initiieren, die zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.“

Die Gelegenheit, Perssons Verdienste mit einem: „Nicht schlecht, alter Schwede!“ zu loben, ließ sich Felbermayr nicht nehmen und führte weiter aus: „Im Gegensatz zu anderen Ländern war Schweden unter Ihrer Führung bei der Reduktion von Treibhausgasen äußerst erfolgreich. Wege zum Ziel waren etwa die Besteuerung fossiler Brennstoffe, der Ausbau der Bioenergie, der Ausbau des Schienennetzes und die finanzielle Unterstützung lokaler Umweltprojekte.“

An Otto gewandt sagte Felbermayr: „Ihnen war es von Beginn an ein Herzensanliegen zu beweisen, dass unternehmerischer Erfolg und eine nachhaltige, dem Umweltschutz verpflichtete Unternehmensstrategie kein Gegensatz darstellen, sondern auch bei einem dem internationalen Wettbewerb ausgesetzten Unternehmen Hand in Hand gehen können.“

Der Weltwirtschaftliche Preis ist eine Initiative des IfW Kiel und wird jährlich in enger Kooperation mit der Landeshauptstadt Kiel und der IHK Schleswig-Holstein verliehen. Der undotierte Preis soll einen Anstoß geben, die großen weltwirtschaftlichen Herausforderungen durch kreative Problemlösungen zu bewältigen. Ausgezeichnet werden einflussreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die einen besonderen Beitrag zu einer auf Eigenverantwortung basierenden, sozial verantwortungsvollen Gesellschaft geleistet haben.

Prof. Xuemei Bai, Ph.D., Professorin für Stadtentwicklung und Humanökologie, Australian National University, Canberra:

„Ich fühle mich durch diese Auszeichnung sehr geschmeichelt und geehrt. COVID19 hat uns viele Lektionen erteilt. Es erinnert uns daran, wie verletzlich unsere moderne Lebensweise ist, und es erinnert uns daran, wie wertvoll es ist, städtische Parks und die Natur in unserer Nähe zu haben, wenn wir eingeschlossen sind. Wir haben noch einen langen Weg vor uns – sowohl in der Theorie als auch in der Praxis –, bis unsere Städte nachhaltiger und widerstandsfähiger werden und allen Bürgern ein hohes Maß an Gesundheit und Wohlbefinden bieten können. Der Bau besserer Städte ist eine wesentliche Voraussetzung für eine bessere Zukunft für uns alle.“

Prof. Dr. Michael Otto, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Otto Group:

„Die wunderbare Auszeichnung bestärkt mich in meinem Einsatz für den Klimaschutz, denn der Klimaschutz ist von allen Sustainable Development Goals das wichtigste, da er nahezu alle anderen Nachhaltigkeitsziele beeinflusst. Die nächste Regierung muss dafür Sorge tragen, dass die drängenden Fragen wie die Energiewende, Kreislaufwirtschaft oder lange Genehmigungsverfahren angegangen und gelöst werden. Wir sind es den nachfolgenden Generationen schuldig.“

Dr. Göran Persson, ehemaliger Ministerpräsident von Schweden:

„Es ist gut, dass das Institut für Weltwirtschaft den diesjährigen Weltwirtschaftlichen Preis unter das Leitthema Umweltökonomie gestellt hat. Der Klimawandel findet genau in diesem Moment statt und es führt kein Weg daran vorbei, dass sich die Ökonomie grundlegend ändern muss. Ein solcher Wandel ist nie einfach, aber er bietet auch eine große Chance für die Gesellschaft. Die nächste Stufe des Wirtschaftswachstums wird nur deshalb erreicht, weil wir gezwungen sein werden, ökologisch nachhaltig zu wirtschaften.“

Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein:

„In diesem Jahr stehen die drei Preisträger und Preisträgerinnen beispielhaft für die herausfordernden Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Es braucht engagierte Persönlichkeiten wie Dr. Göran Persson, Prof. Michael Otto und Prof. Xuemei Bai, die diese Themen vorantreiben und zugleich auch einfordern. Der Weltwirtschaftliche Preis ist damit auch in diesem Jahr ein Statement. Ich freue mich, dass wir mit der Preisvergabe dieses Signal aus Schleswig-Holstein geben. Das ist im besten Sinne des Preises, der vom Institut für Weltwirtschaft vergeben wird. Es ist gut, diese Expertise in Schleswig-Holstein zu haben.“

Dr. Ulf Kämpfer, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Kiel:

„Ich freue mich sehr, dass wir nach einem Jahr Pause wieder den Weltwirtschaftlichen Preis verleihen können. Die Preisverleihung ist eine wichtige Plattform für den intellektuellen Dialog zwischen Wirtschaftswissenschaft, Politik, Unternehmen und Gesellschaft. Und ein Blick auf die bisherigen Preisträger*innen zeigt, wie eng der Preis mit aktuellen Fragen von globaler Bedeutung verknüpft ist. Ich freue mich sehr, dass wir diese Liste nun um drei hochkarätige Preisträger*innen ergänzen können. Mit ihren Beiträgen und Impulsen helfen sie, Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit zu finden – und das auch weit über Kiel oder die Kieler Woche hinaus.“

Klaus-Hinrich Vater, Präsident der IHK zu Kiel und Vizepräsident der IHK Schleswig-Holstein:

„Ökologie versus Ökonomie – dieser scharfe Gegensatz besteht in der Realität von Unternehmerinnen und Unternehmern schon lange nicht mehr. Haltungsfragen und Generationenverantwortung führen dazu, dass sich immer mehr Unternehmen sehr intensiv mit Umwelt-, Klimaschutz- und Ressourcenfragen beschäftigen. Ob als Gründer der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz oder Mitbegründer der Stiftung 2 Grad – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz: Michael Otto ist eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit, die sich fest dem Nachhaltigkeitsgedanken verschrieben hatte, bevor das Thema in der gesellschaftlichen Mitte angekommen war.“

Weitere Informationen über den Weltwirtschaftlichen Preis gibt es hier.

Pressemeldung Gemeinsame Medieninformation, 5. September 2021


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