Meldung vom 19. November 2021

Visuelle Entdeckungsreise: Neues Design macht Lust auf eine bunte Kieler Woche 2022

Jury lobt Energie, Vielfalt und Lebensfreude des Entwurfs – Ausstellung im Kieler Rathaus zeigt alle Designideen für 2022

Kunterbunt, detailreich und überraschend – so präsentiert sich das Design der Kieler Woche 2022 (18. bis 26. Juni). Der Entwurf der Zürcher Grafikdesignerin Tania Prill setzte sich im traditionellen Designwettbewerb gegen elf andere Vorschläge durch. Für die Fachjury steht fest: „Der vielgestaltige, visuell eindrucksvolle Entwurf strahlt auf den ersten Blick Energie, Vielfalt und Lebensfreude aus.“ Bei näherem Hinsehen können Gestaltungselemente aus mehr als 70 Jahren Kieler Woche-Design entdeckt werden.

Das Motiv lade geradezu ein, auf Entdeckungsreise zu gehen. „Grafische Elemente zitieren beliebte Kieler-Woche-Plakatmotive und werden zu einer neuen, eigenständigen Komposition arrangiert. Das Plakat spricht gerade in seiner Vielfältigkeit die visuelle Sprache der Kieler Woche“, so die Jury.

Das Motiv überzeugte die Juror*innen zudem durch seine zahlreichen Variationen in den Anwendungsmöglichkeiten. Ihr Fazit: „Es macht Lust auf eine bunte, ausgelassene und facettenreiche Kieler Woche 2022. Lebensfreude pur, Energie pur, Kieler Woche pur.“

Der Siegerentwurf kommt erneut aus der Schweiz. Die Zürcher Grafikdesignerin Tania Prill wurde 1969 in Hamburg geboren. Nach ihrem Studium in Zürich und Bremen war sie von 2006 bis 2010 Professorin für Kommunikationsdesign an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Seit 2010 ist sie Professorin für Typografie an der Hochschule für Künste Bremen.

Neben Auftragsarbeiten im kulturellen Bereich ist Tania Prill als Herausgeberin und Kuratorin tätig und realisiert eigeninitiierte Projekte. Für ihre Arbeiten erhielt sie bereits viele nationale und internationale Preise – unter anderem den Designpreis (Silber) der Bundesrepublik Deutschland, den Grand Prix des Tokyo Type Directors Club und den Jan-Tschichold-Preis des BAK (Bundesamt für Kultur) Schweiz.


Der Wettbewerb

Seit 1948 macht die Kieler Woche in einem jährlich wechselnden individuellen Design auf sich aufmerksam. Das Motiv kommt auf Plakaten und Flaggen ganz groß raus und schmückt zahlreiche Werbeartikel.

Wer die Chance erhält, ein eigenes Kieler-Woche-Design zu entwickeln, entscheidet eine Jury. Seit 1959 werden die ausgewählten Designer*innen aus dem In- und Ausland zu dem renommierten Wettbewerb eingeladen.

Die Teilnehmer*innen des Wettbewerbs sind Gäste der Kieler Woche und sammeln an der Förde Eindrücke, die sie anschließend in ihre Entwürfe für das Folgejahr einfließen lassen. Erstmals wurde das Plakat der Kieler Woche 1960 durch einen solchen Einladungswettbewerb ermittelt. Zur Kieler Woche 2022 wurde zum 62. Mal der Wettbewerb ausgeschrieben. Seit 1974 muss das Plakat in ein stimmiges Corporate Design eingebunden sein.

Teilnehmer*innen des Wettbewerbs für das Design der Kieler Woche 2022 waren: Janine und Philipp Graf/studio stg (Berlin), Julia Hasting (Zürich), Studio Tania Prill (Zürich), Christof Nardin (Wien) und Michelle Phillips und Johannes Conrad/Studio Yukiko (Berlin). Sie reichten insgesamt zwölf Entwürfe ein.


Die Jury

In der Jury saßen vier Fachjuror*innen, vier Sachjuror*innen und zum dritten Mal eine neunte Jurorin aus der Kieler Bevölkerung.

Die Fachgutachter*innen waren: die Berliner Designerin Ariane Spanier (ständige Gutachterin), Andrew Goldstein vom Karlsruher Designteam 2xGoldstein (ständige Gutachter mit einer Stimme), der Sieger von 2019 Jiri Oplatek sowie Vanessa Vitsilakis (stellvertretende Leiterin Kieler-Woche-Büro).

Ihnen saßen als Sachgutachter*innen zur Seite: Hauke Petersen als Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Kieler Woche, Sven Christensen als Geschäftsführer der Point of Sailing Marketing GmbH, Dr. Carsten Krage als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Kieler Woche Marketing GmbH und Hanne Pries, stellvertretende Vorsitzende des Kultur- und Wissenschaftssenats der Landeshauptstadt Kiel.

Verstärkt wurde die Jury zudem von Kristin Recke vom Cinemare Filmfestival. 2018 hatte der Hauptausschuss beschlossen, immer ein neuntes Jurymitglied aus der Kieler Bevölkerung zur Jurysitzung einzuladen, um stetig neue Impulse zu setzen und den überregional und international ausgerichteten Designwettbewerb regional besser zu verankern. Das neunte Jurymitglied wechselt jährlich. In diesem Jahr lag der Fokus – wie schon während der Kieler Woche – auf dem Thema Meeresschutz.


Die Ausstellung

Das Kieler-Woche-Büro lädt alle Interessierten dazu ein, sich in die Lage der Jury zu versetzen und das persönliche Lieblingsdesign zu küren. Von Montag, 22. November, bis Freitag, 17. Dezember, sind die für 2022 eingereichten Entwürfe in einer öffentlichen Ausstellung in der Rotunde vor dem Büro des Oberbürgermeisters im 2. Stock des Kieler Rathauses, Fleethörn 9, zu sehen.

Einen Überblick über alle Plakatentwürfe des Designwettbewerbs zur Kieler Woche 2022 sowie früherer Wettbewerbe gibt es hier.

Pressemeldung 850/19. November 2021/ari


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