Meldung vom 5. Juli 2018

ABK bilanziert die Kieler Woche 2018

Die Kieler Woche 2018 (16. bis 24. Juni) bescherte mehr als drei Millionen Kielerinnen und Kielern sowie Besucherinnen und Besuchern aus aller Welt ein unterhaltsames Sommerfest und sportliche Wettkämpfe. Für den Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel (ABK) bedeutet die Großveranstaltung jedoch jede Menge Arbeit – fast rund um die Uhr.

Bereits im Morgengrauen nahmen sich 150 „heiße Feger“ der Straßenreinigung mit Besen, Pustern und Kehrmaschinen den Abfällen der Feiernden auf Straßen, Wegen, Grün- und Veranstaltungsflächen an. In etwa 1.100 Behältern (Vorjahr: 1.000) sammelten sich 167,08 Tonnen Restabfall (Vorjahr: 169,46 Tonnen). Durch die Flächenreinigung mit Kehrmaschinen sammelte der ABK 83,9 Tonnen Restabfall (Vorjahr: 64,74 Tonnen). Durch die weiter optimierte Getrenntsammlung wurden 2018 zusätzlich 7,63 Tonnen Papier/Pappe/Karton (Vorjahr: 7,78 Tonnen) und 15,98 Tonnen Glas (Vorjahr: 17,82 Tonnen) vom restlichen Abfall getrennt.

Auf dem 2012 in Dienst gestellten Arbeitsboot Schiermoker II fischten ABK-Mitarbeiter gut 1,6 Kubikmeter  (Vorjahr: 1,5 Kubikmeter) schwimmenden Abfall aus der Förde und entsorgten diesen ordnungsgemäß. Erstmals führte der ABK in diesem Jahr eine Kooperation mit dem GEOMAR - Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel durch: Der Abfall aus einer Teilstrecke der Kieler Förde (Camp24/7 an der Reventlouwiese bis zur Hörnbrücke) wurde vor und während der Kieler Woche getrennt erfasst. Diesen Abfall wird das Team des GEOMAR analysieren – auch um die maritime Verschmutzung zu messen. Zudem wollen ABK und GEOMAR so auf die Problematik von „Plastik im Meer“ aufmerksam machen.

Die größten Abfallaufkommen gab es an den Wochenenden. Der Freitag vor der Kieler Woche wurde ebenso gut besucht wie der Eröffnungstag, was sich in den Abfallsammelmengen am jeweils nächsten Morgen widerspiegelt. Am zweiten Wochenende kamen nochmal besonders viele Abfälle zusammen. Die Gesamt-Abfallmenge ist im Vergleich zu 2017 gestiegen, und zwar ausschließlich über die Flächenreinigung.

In elf zusätzlichen ABK-Toilettenanlagen sorgten 29 Warteherren und Wartefrauen im Schichtbetrieb für ein sauberes Umfeld. Die Benutzung der öffentlichen Toilettenwagen ist für die Besucherinnen und Besucher kostenfrei und wurde sehr positiv angenommen. Bis spät in die Nacht hinein sorgten ABK-Mitarbeiter zudem dafür, dass menschliche Hinterlassenschaften mit dem Fäkaliensauger aus den Anlagen abgepumpt wurden.

Die vom ABK veranstalteten Kinderliederkonzerte mit Matthias und der Zappelbande auf der Krusenkoppel begeisterten etwa 4.150 Kinder und Eltern und vermittelten den kleinen Kieler-Woche-Gästen kindgerecht, wie Abfalltrennung funktioniert. Ältere konnten beim vom ABK unterstützten „Muddi Markt“ am „Thementag Abfallvermeidung“ Einblicke in Sinn und Funktionsweise von Abfallsammlung, -trennung und -verwertung in Kiel nehmen. Wie in den vergangenen Jahren unterstützte der ABK auch 2018 die Internationale Balloon Sail und steuerte einen Beitrag zu dessen Kinderprogramm bei.

Der ABK als stadteigener Entsorgungsdienstleister bewertet die Kieler Woche 2018 insgesamt positiv. Die Arbeitsabläufe der erfahrenen Kieler-Woche-Teams haben trotz Einschränkungen durch die notwendigen Sicherheitseinrichtungen wie Sperren und Zäune gut geklappt.

Die gestiegene Abfallmenge auf der Fläche hängt möglicherweise zusammen mit gut besuchten Musikevents und dem Public Viewing zur Fußball-Weltmeisterschaft. Das gilt nicht nur für den Bereich um die Hörn, sondern für viele Bühnenbereiche der Kieler Woche. Der ABK kann keinen Bereich im Hinblick auf Abfallmengen als besonders auffällig hervorheben.

In Bezug auf das Besucherverhalten wünscht sich der ABK für künftige Kieler Wochen weniger Glasbruch. In diesem Jahr durchstachen Scherben zehn Reifen von Kehrmaschinen und sorgen für unfreiwillige Unterbrechungen.
 

Pressemeldung 558/5. Juli 2018/jkl-ez


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