Neuer J/80-Sieger nach neun Jahren

„Wir freuen uns und sind erleichtert, dass es mit dem Sieg geklappt hat“, sagte Arne Wilcken (Kiel), der mit seiner J/80-Crew auf der „Diva“ den Kieler-Woche-Dauersieger Martin Menzner („Pike“/Kiel) mit bisher neun Siegen in Folge vom Thron gestoßen hat.

Am letzten Tag hatten es sich Wilcken und Crew mit zwei Fehlstarts noch einmal schwer gemacht. „Den zweiten kann ich allerdings nicht nachvollziehen“, erklärte Wilcken. „Wir dachten, dass wir das nach den vier Tagen, in denen wir konstant vorne gesegelt sind, locker schaffen, aber so ist es noch einmal eng geworden.“ Vor vier Jahren sind sie neu in die Klasse gekommen, haben sich nach oben gearbeitet und nun sei es schön, ganz oben angekommen zu sein. Martin Menzner wurde hinter Torsten Voss („Frida“/Flensburg) Dritter.

Die Diva von Arne Wilcken durchbrach die Siegesserie von Martin Menzner auf Pike Bild: segel-bilder.de

„Heute war ein genialer Tag“, freute sich auch Carsten Kemmling (Hamburg) über den Sieg bei den J/70. Am Morgen hatten sie noch fünf Punkte hinter den Führenden auf dem dritten Rang gelegen. „Uns war klar, dass wir noch gute Chancen haben, da bei starkem Wind noch mal alles durcheinender gemischt wird“, erklärte Kemmling. „Wir hatten guten Druck auf dem Wasser, die ersten beiden Rennen waren gut kontrollierbar, am Ende waren wir dann am Limit und auch über dem Limit“, sprach er den auffrischenden Wind an. Im letzten Rennen duellierte er sich mit dem Zweitplatzierten Philipp Bruhns („Mezzoforte“/Berlin). „Aber es war viel zu viel Wind, um sich noch gegenseitig zu kontrollieren.“

Die Crew von Keith Whittemore gewann nicht nur die J/24-Klasse, sondern auch den Roosevelt-Pokal für den Punktbesten der Kieler Woche. Bild: segel-bilder.de

Siegreich vom ersten bis zum letzten Tag war die J/24 Crew der „Furio“ aus Seattle. Steuermann Keith Whittemore war von den Bedingungen begeistert. „Es ist unglaublich.“ Die Kieler Woche wollten sie zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft nutzen und haben nicht nur gezeigt, dass sie ein bestens aufeinander abgestimmtes Team bilden sondern auch, dass sie gewinnen können. Sieben von elf Rennen konnten sie gewinnen und sicherten sich so auch den Gesamtsieg. Als bestes deutsches Team sicherte sich Frithjof Schade (Berlin) mit der „JJone“ den dritten Rang.

Für die 420er war die Kieler Woche gleichzeitig der Abschluss des Eurosaf Circuit. Allerdings hatten die Meldezahlen unter der eigenen Termindichte bei den 420er mit parallel laufender Europameisterschaft und Weltmeisterschaft in nächster Nähe gelitten. Daher wählten einige Teams die Zeit zur eigenen Vorbereitung und waren nicht nach Kiel gekommen. Theresa Steinlein/Jonas Royla (Bayerischer YC) sicherten sich den Silberrang im Gesamtklassement hinter Patryk Kosmalski/Tomasz Lewandowski (Polen).
 
 

Ergebnisse


49er:

1. Logan Dunning Beck/Oscar Gunn (NZL,2/5/4/1/4/5/10/5/7(24)4) Punkte 47;

2. Lukasz Przybytek/Pawel Kolodzinski (POL,7/6/5/4/1/4/1(15)11/3/10) 52;

3. James Peters/Fynn Sterritt (GBR,11/6/3/5/3/12(29)1/6/4/2) 53;

4. Diego Botin Le Chever/Iago López Marra (ESP,17/2(29)7/5/5/5/2/1/8/6) 58;

5. Peter Burling/Blair Tuke (NZL,3/1/8/3/1/2/6/14/14(15)8) 60;

6. Benjamin Bildstein/David Hussl (AUT,14/9/7/9/4/3/2/3(16)2/14) 67;

10. Tim Fischer/Fabian Graf (Kiel,5/11/4/2/2/1(29)19/8/9/20) 81;


49erFX:

1. Victoria Jurczok/Anika Lorenz (Kiel,4/4/3/3/1/2/5/6(28)8) Punkte 36;

2. Willemijn Offerman/Elise De Ruijter (NED,3/7/8/1/4/8(13)1/2/4) 38;

3. Anne-Julie Schütt/Iben Nielsby (DEN,4/6/14/5/1/5/4(21)3/2) 44;

4. Ida Marie Baad Nielsen/Marie Thusgaard Olsen (DEN,3/1(28)3/3/20/2/2/6/12) 52;

5. Tina Lutz/Susann Beucke (Chiemsee/Strande,11/7/2/4/3/3/14/4(24)6) 54;

6. Vilma Bobeck/Malin Tengström (SWE,1/3/1/2/8/11(20)18/5/16)65;

 

Finn M:

1. Phillip Kasueske; (Berlin,2(6)3/2/3/3/2/5/6) Punkte 26;

2. Ondrej Teply (CZE,1/5(9)4/5/2/3/6/2) 28;

3. Jake Lilley (AUS,3/4/1/1/6/4(26)8/4) 31;

4. Milan Vujasinovic (CRO,4(7)2/7/1/1/1/1/18) 35;

5. Max Kohlhoff (Kiel,5/2/5/5/2(7)7/2/12) 40;

6. Lachlan Gilham (AUS,(10)3/7/3/10/10/8/7/8) 56;

9. Simon Gorgels (Tutzing,(15)10/13/11/5/6/3/16) 73;



Laser Rad. W:

1. Josefin Olsson (SWE,1/2/3/3/3/4/1(5)2) Punkte 19;

2. Manami Doi (JPN,4/3/1/5/15/1(45)2/4) 35;

3. Tuula Tenkanen (FIN,5/1/5/2/8/5/3(12)6) 35;

4. Magdalena Kwasna (POL,3/4/8/4/4/3(9)6/14) 46;

5. Anna Munch (DEN,11/5/2/6/5/9/4(15)8) 50;

6. Svenja Weger (Potsdam,7(15)6/11/1/6/15/1/16) 63;

10. Pia Kuhlmann (Wunstorf,6/10/15(27)22/8/17/14/12) 104;



Laser Std. M:

1. Jack Cookson (GBR,(36)4/1/3/3/4/8/8/10/8) Punkte 49;

2. Wilhelm Kark (SWE,4/10/17/4/1/1(61)3/11/12) 63;

3. Daniel Whiteley (GBR,3/3/9/1/2/2(61)25/21/4) 70;

4. Joseph Mullan (GBR,12(61)2/5/9/14/7/17/8/6) 80;

5. Dawid Kania (POL,2/14/12/6/17/6(61)4/6/14) 81;

6. Ludde Lindqvist (SWE,16/11/8(20)6/19/1/1/5/20) 87;

7. Nico Naujock (Berlin,7/1/4/12/5/11/3(53)36/16) 95;



Nacra 17 Mix:

1. Thomas Zajac/Barbara Matz (AUT,3/3/3/2/3/2(12)4/7/3/8) Punkte 38;

2. Vittorio Bissaro/Maelle Frascari (ITA,4/1/4/3(23)6/7/1/1/9/6) 42;

3. Lin Cenholt/Cp Lübeck (DEN,4/2/5/6/4(23)1/2/5/4/14) 47;

4. Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer (Kiel,1/4/1/4/1/1/3/7(14)14/16) 52;

5. Tara Pacheco Van Rijnsoever/Florian Trittel (ESP,7(23)4/3/2/5/23/3/12/1/2) 62;

6. Natacha Violet Saouma-Pedersen/Mathias Bruun Borreskov (DEN,(23)7/8/5/6/8/8/5/2/5/12) 66;

10. Johannes Polgar/Carolina Werner (Hamburg/Kiel,8/11/9/7(23)9/6/12/10/7/18) 97;

 

J24:

1. „Furio“ Keith Whittemore (USA,2/1/1/1/1/5/1/1/1/3(29) Punkte 17;

2. „Madeleine“ Duncan Mccarthy (GBR,1/2(29)2/9/10/16/2/3/4/1) 50;

3. „JJone“ Frithjof Schade (Berlin,6/3/6/3/13/2/11/3/13(29)3) 63;

4. „Schwere Jungs“, Stefan Karsunke (Hamburg,7/5/2/4/2/8/17/6/11(20)5) 67;

5. „Hungriger Wolf“ Fabian Damm (DEN,4/7/8/7/7/13/3/12/4(14)9) 74;

6. „hansa projekt“ Hauke Krüss (Helgoland,3/10/4/14/3/6/12/8/12(19)4) 76;



J70:

1. Carsten Kemmling (Hamburg,4/5(7)1/3/2/4/1/1/2) Punkte 23;

2. „Mezzoforte“ Philipp Bruhns (Berlin,2/2/3/6/1/3/3/2(9)7) 29;

3. „Procedes Diva“ Björn Beilken (Berne,1/1/5/4/6/7/1/9(21)5) 39;

4. „Onkel Hanne“ Claas Lehmann (Hamburg,5/16/9/3/12(41)6/8/4/3) 66;

5. „Mylo“ Lukas Feuerherdt (Kiel,7/3/1(22)19/4/12/21/2/1) 70;

6. Christoph Cornelius (Berlin,13/14/6(16)9/1/2/15/7/8) 75;



J80:

1. „Diva“ Arne Wilcken (Kiel,2/2/2/1/2/1/1/5(13)13/1) Punkte 30;

2. „Frida“ Torsten Voss (Flensburg,1/3/6/3/6/2/3/1/2(13)5) 32;

3. „Pike“ Martin Menzner (Stein,3/1/1/2/1/4/4/3(13)13/2) 34;

4. „Jip“ Louis Kanters (NED,6/4/4/4/7/6(11)4/1/1/6) 43;

5. „Ce-Ju“ Claus Rindom (DEN,8/5/7/8/4/5/7/8(13)4/3) 59; 6. „con peperoncino“ Harald Busch (Möhnesee,7/9/9/6/3/3/2/2/6(13)13) 60;



420 (Eurosaf Circuit):

1. Patryk Kosmalski/Tomasz Lewandowski (POL,(12)3/1/1/1/4/1/4) Punkte 15;

2. Theresa Steinlein/Jonas Royla (Starnberg,4/1/4/2/2(10)4/3) 20;

3. Tom Rodet/Yael Maucuit (FRA,1/1/4/4(14)1/2/10) 23;

4. Bjarne Studt/Piet Strohm (Düsseldorf,5/2/3/3(8)2/7/2) 24;

5. Victor Le Penven/Iban Cornic (FRA,(8)4/8/2/5/7/6/1) 33;

6. Vincent Bahr/Lars Kleinwächter (Berlin,6/8/2/3/9/13/3(14)) 44.
 
 


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